Trotz guter Fortschritte bleibt Per Mertesacker vorsichtig / Maske angefertigt

Mertesacker: „Ich riskiere nicht mein Auge“

Noch längere Zeit nicht gemeinsam auf dem Platz: Bremens Innenverteidiger Per Mertesacker (re.) und Naldo.

Bremen (flü) · Jeden zweiten Tag geht Per Mertesacker zum Arzt. Nach seiner schweren Verletzung aus dem Länderspiel gegen Aserbaidschan (Augenhöhlenbodenbruch und Fraktur in der Kieferhöhle) lässt sich der Abwehrspieler von Werder Bremen das Gesicht abtasten, um zu sehen, ob der Heilungsprozess gut verläuft.

Gestern war’s wieder so weit – und „Merte“ stellte anschließend erleichtert fest: „Es sieht gut aus. Ich habe keine Schmerzen mehr, es gab keine Nachblutungen. Zum Glück ist alles auf dem richtigen Weg.“

Zehn Tage lang hat der 25-Jährige absolutes Lauf- und Trainingsverbot erhalten. „Ich muss noch sämtliche Erschütterungen vermeiden, darf aber schon aufs Ergometer und Stabilisationsübungen machen. Vielleicht geht’s dann bald mit dem Lauftraining los.“

Dafür hat sich Per Mertesacker bereits gestern eine Gesichtsmaske anfertigen lassen, die er tragen muss, wenn’s wieder auf den Platz geht. Für ihn eigentlich nichts Neues. „Ich hatte schon mal eine Maske nach einem Nasenbeinbruch. Aber diese Verletzung ist natürlich eine ganz andere“, weiß Mertesacker, „ich muss sehen, wie ich mich damit fühle. Es ist absolute Vorsicht geboten. Eine Nase kann man noch mal wieder richten – ein Auge nicht.“

Deswegen will der Nationalverteidiger trotz seines Ehrgeizes jetzt nichts überstürzen. „Ich werde mich strikt an die Anweisungen halten und bestimmt nicht mein Auge oder meinen Job riskieren“, sagt Mertesacker. Er will daher auch keine Prognose abgeben, wann mit einer Rückkehr ins Mannschaftstraining zu rechnen ist: „Das kann ich einfach noch nicht sagen.“

Gesund werden – das ist für Per Mertesacker erstmal das Wichtigste. Und dass er zuletzt in der Bremer Innenverteidigung gut vertreten wurde, „ist schön zu sehen. Das gibt mir das gute Gefühl, mich ganz auf meine Heilung konzentrieren zu können und mich dabei nicht so unter Druck setzen zu müssen. Wir haben eine homogene Truppe, die in der Breite gut aufgestellt ist.“

Das Champions-League-Spiel gestern Abend gegen Tottenham verfolgte Mertesacker von der Tribüne aus – neben Naldo. Der zweite etatmäßige Innenverteidiger ist schon seit Mai wegen eines Knochenödems im Knie außer Gefecht. Immerhin hat der 28-Jährige mittlerweile wieder mit dem Lauftraining begonnen. Dennoch wird der Frust des Brasilianers zusehends größer. „Es tut weh, immer nur zuzuschauen. Das ist eine harte Zeit“, seufzt Naldo – und fügt an: „Das ist nicht mein Leben.“

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