„Ich bin noch lange nicht auf dem Zenit“

Von Junuzovic wird mehr verlangt

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Zlatko Junuzovic

Bremen - Zlatko Junuzovic bekam in Berlin einiges zu hören. Mal raunzte ihn Philipp Bargfrede an, dann Clemens Fritz. „Ab und zu muss es auf dem Platz auch mal lauter werden“, wiegelt Junuzovic ab. Für ihn war das ganz normal beim 1:1 gegen Hertha. Doch bei dem Österreicher ist das so eine Sache, Sportdirektor Rouven Schröder sagt nicht umsonst: „Zlatko Junuzovic ist kein normaler Spieler.“

Was sich im ersten Moment vielleicht kritisch anhört, ist große Wertschätzung: Von Junuzovic wird in dieser Saison mehr erwartet als von anderen. Der 27-Jährige ist ein Führungsspieler. Er soll vorwegmarschieren, den jungen Spielern helfen – er soll einfach den Unterschied ausmachen. Denn von seinem Kaliber hat Werder nicht mehr viele Profis auf dem Platz. Doch in den drei bisherigen Pflichtspielen wurde Junuzovic dieser Erwartung nicht gerecht.

„Bei mir wird immer nur geschaut, ob ich einen Scorerpunkt habe, und den habe ich eben noch nicht“, seufzt der österreichische Nationalspieler. Die sechs Tore und 15 Vorlagen aus der Vorsaison sind da schon ein Rucksack, der ihn ganz offenbar etwas hemmt. Aber nur bedingt bremst – denn der Mittelfeldspieler agiert schon sehr offensiv und lässt dadurch den jungen Ulisses Garcia als linken Außenverteidiger ziemlich allein. Das hatten auch Fritz und Bargfrede auf dem Platz angemahnt. Doch Junuzovic wehrt sich: „Es wird von mir verlangt, dass ich offensiv was mache. Und dann ist es nun mal unser System, dass Uli da auch mal gegen zwei Spieler steht.“ Ist die Raute also das falsche System? „Nein“, sagt Junuzovic: „Wir müssen halt alle noch mehr laufen und laufen.“

Dabei gibt er sich durchaus selbstkritisch: „Ich bin noch lange nicht auf dem Zenit, auch ich muss mich noch steigern.“ Dass dem Österreicher das gelingen wird, davon ist zumindest Schröder „zu 100 Prozent überzeugt. Er wird seine Rolle ausfüllen.“ kni

Werder-Training am Donnerstagvormittag

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