Knüppelhartes Training brachte Werder-Profis gestern mächtig aus der Puste

„Ich komme mir vor wie auf Norderney“

Von Kegel zu Kegel: Mit Tempo mussten die Bremer Profis – hier Sebastian Boenisch – gestern das Grätschen üben.

Bremen - Von Arne Flügge. Ja ist denn schon wieder Vorbereitung? Wer sich gestern von den Profis von Werder Bremen auf einen gemütlichen Trainingsmorgen eingestellt hatte, der wurde eines Besseren belehrt.

Auf dem Programm stand ein knüppelhartes Zirkeltraining, dass die Schweißperlen nur so laufen ließ. Kraft, Schnellkraft, Schnelligkeit – die Palette war groß und anstrengend. Auf neun Stationen mussten die Bremer Spieler alles aus sich herausholen. Die eingesprungene Grätsche am Hütchen, Slalomlauf mit Bleiweste (!), Quick-Steps mit gleichzeitigem Hanteltraining oder Übungen mit Medizinball am Gummitwist verlangten die Spielern alles ab. Dazu noch Seilspringen, Hürdenlauf, seitliche Steps über Hindernisse und verschiedene andere Übungen mit dem ungeliebten Medizinball.

Grätschen, Springseil und Bleiweste

Schweißtreibendes Training

„Durch die Länderspielabstellungen haben wir die Zeit, noch einmal so in die Belastung zu gehen“, begründete Co-Trainer Wolfgang Rolff, der gestern Chefcoach Thomas Schaaf vertrat, die etwas ungewöhnliche Maßnahme. „Die Spieler konnten noch mal ordentlich pusten und dürfen sich jetzt schon mal aufs freie Wochenende freuen“, schmunzelte Rolff.

Mit Bleiweste durch die Slalomstangen: Claudio Pizarro stand der Schweiß auf der Stirn.

Der Co-Trainer sprach von einer sehr guten Einheit, an der alle „super mitgemacht haben“. Doch das Training hatte Spuren hinterlassen. Nach einer Stunde hartem Training glich das Auslaufen eher einem Gänsemarsch müder Männer. Immerhin gab’s zur Belohnung zum Abschluss noch Fußballtennis. „Das Training war verdammt hart. Ich kam mir vor wie in der Vorbereitung im Trainingslager auf Norderney“, stöhnte Linksverteidiger Dusko Tosic, meinte aber auch: „Ich denke, es war wichtig für uns.“

Mittelfeldspieler Tim Borowski sprach von einer „sehr, sehr intensiven“ Einheit, und Offensivmann Said Husejinovic räumte ein: „Ich bin wirklich ganz schön kaputt.“

Für heute gab Co-Trainer Wolfgang Rolff „Entwarnung“. Bevor es ins freie Wochenende geht, steht am Morgen noch eine ruhigere Einheit auf dem Programm: „Wir werden wieder mehr Wert auf das Fußballerische legen.“ Die Spieler werden das gerne hören . . .

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