Mesut Özil verspricht Besserung gegen die Bayern

„Ich bin ja kein Roboter“

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Neulich in Dubai: Auf Einladung des nationalen Sport-Kanals trafen sich Abordnungen von Werder Bremen und Bayern München zu einem Talk im TV-Studio. Werder brachte das Star-Trio Torsten Frings, Claudio Pizarro und Per Mertesacker mit.

Mesut Özil stand zunächst auch auf der Teilnehmerliste, wurde aber kurzfristig wieder gestrichen. Warum? Vielleicht wollten die Bremer Verantwortlichen damit verhindern, was am Wochenende nicht mehr zu verhindern ist: Dass die kaufwilligen Bayern dem umworbenen Jungstar nahe kommen. Gefährlich nahe.

Talk-Runde in Dubai

Talk-Runde mit Werder Bremen

Für Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, dass die Münchner ihre Fühler nach Özil ausstrecken werden. „Das wäre doch nur normal“, sagt der Bremer Boss. Ein Spieler, der dermaßen auf sich aufmerksam gemacht hat wie Özil, der zudem über einen Vertrag mit sehr überschaubarer Restlaufzeit (bis 2011) verfügt, gerät automatisch in den Fokus der Branchenführer. In Deutschland ist das der FC Bayern, doch bislang hat sich der Rekordmeister noch nicht gerührt – beteuert jedenfalls dessen Sportdirektor Christian Nerlinger in der „Sport-Bild“.

Doch wenn Mesut Özil umsetzt, was er sich für den Nord-Süd-Klassiker am Samstag vorgenommen hat, dann werden die Bayern bestimmt flott werden. Denn der 21-Jährige verspricht nach verpatztem Hinrunden-ende und vermurkstem Rückrundenstart eine Leistungsexplosion: „In den letzten Partien habe ich nicht so gut gespielt. Aber ich arbeite hart an mir, damit sich das wieder ändert.“

Hart arbeiten musste er auch. Werder-Coach Thomas Schaaf hat das Team in dieser Trainingswoche ordentlich rangenommen – mit Erfolg, wie Özil meint: „Wir haben viele Eins-gegen-eins-Situationen geübt – jetzt sind wir wieder geil auf Zweikämpfe. Wir haben auch Torabschlüsse trainiert – jetzt ist die Geilheit auf Tore wieder da.“ Simple Methoden mit simplen Worten zusammengefasst.

Dass die Partie gegen die Münchner für Mesut Özil auch eine Art „Bewerbungsspiel“ werden könnte, interessiert den Bremer dabei herzlich wenig. „Ach nein“, seufzt er, „darüber mache ich mir keine Gedanken.“ Er sei nur am mannschaftlichen Erfolg interessiert, sagt der Mittelfeldstar und weiß genau, dass er ein wesentlicher Baustein des Bremer Glücks ist. Zuletzt hat sich das bei der 0:1-Pleite gegen Eintracht Frankfurt gezeigt. Özil lief neben der Spur, Werder blieb deshalb im Angriff erschreckend harmlos. „Ich gehe immer auf den Platz, um mein Bestes zu zeigen. Wenn’s dann nicht klappt, klappt es halt nicht. Ich kann nicht die ganze Zeit perfekt spielen. Ich bin ja kein Roboter, sondern auch nur ein Mensch“, entschuldigt sich Özil.

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