Elia kämpft gegen seine Krise und Falsch-Meldungen in Holland

„Ich habe es nicht verlernt“

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Der Blick geht ins Leere: Eljero Elia steckt seit Monaten im Formtief. ·

Bremen - Eljero Elia kommt nicht rein, niemand in der Werder-Kabine erhört sein Klopfen. Der Niederländer hat seinen Schlüssel vergessen. Eine Szene wie gemacht, um die aktuelle Situation des Außenstürmers zu beschreiben. Dem Nationalspieler fehlt zurzeit die Qualität, um in der Startelf zu stehen. Aber warum? Dass er es kann, hat der 26-Jährige in seiner Karriere nachgewiesen – auch in Bremen, allerdings nur sehr selten.

„Ich habe es nicht verlernt“, versichert Elia, als er etwas hilflos vor der Kabine steht und den Fragen der Journalisten nicht ausweichen kann. Auf die Medien ist er im Moment nicht ganz so gut zu sprechen. „Freunde und Familie rufen mich an und fragen: Was ist los? Du bist in der zweiten Mannschaft. So ein Mist steht in Holland in der Zeitung“, berichtet Elia verärgert. Es wurmt ihn schon genug, dass er nur auf der Bank sitzt.

Aber er will nicht klagen und schon gar nicht seinen Chef kritisieren. Thomas Schaaf habe zwar nicht mit ihm gesprochen, doch Elia kann dessen Entscheidung nachvollziehen: „Ich muss einfach Tore machen, dann ist es einfacher für den Trainer.“

Lange, sehr lange hatte Schaaf auf eine Leistungsexplosion von Elia gehofft und an ihm festgehalten, nun ist der Niederländer nur noch Ersatz. „Wir sind Profis, das kann passieren“, sagt Elia, den Werder zu Beginn der Saison für 5,5 Millionen Euro von Juventus Turin geholt hat. Der 26-Jährige versucht, die Situation cool zu meistern und Selbstvertrauen zu demonstrieren. „Ich brauche keine Hilfe, ich brauche keinen Mentalcoach. Ich habe solche Phasen bei jedem Verein erlebt“, erklärt Elia und beschreibt seine Vorgehensweise: „Ich glaube an meine Qualitäten und arbeite hart – mehr kann ich nicht machen.“ Die Kabinentür geht auf, Elia geht rein – und vielleicht ist es ja der erste Schritt zurück zu alter Klasse. · kni

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