Fans rufen zu fairem Umgang mit Aaron Hunt auf

Werder-Fans machen sich mit Plakaten für Aaron Hunt stark.

Bremen (kni) · Diese Pfiffe haben wehgetan – und zwar richtig. Aaron Hunt hat derzeit im Bremer Weserstadion keinen leichten Stand. Beim letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen gab’s schon beim Aufwärmen als Einwechselspieler zahlreiche Misstöne aus dem Publikum.

Doch das ging anderen Werder-Anhängern gehörig gegen den Strich. Deshalb haben sie zum Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach die Aktion „Mit Herz und Hunt – 100 % Werder“ ins Leben gerufen. Auf Flyern, Plakaten und einem Banner rufen die Fans zum fairen Umgang mit Hunt auf.

„Das freut mich, und ich denke da nicht nur an mich. Denn Teamkollegen von mir ist es hier ähnlich ergangen“, sagt Hunt und fügt schmunzelnd an: „Ich habe also doch noch ein paar Fans . . .“

Die Bilder vom Mittwochstraining

Das Training am Mittwoch

Die haben den Aufruf im Internet-Forum „Worum.org blog“ gestartet. Dort wird Hunt als Spieler gewürdigt, „der seit fast zehn Jahren für Werder aktiv ist und mit Toren und Vorlagen immer wieder bewiesen hat, wie wichtig er sein kann. Aaron gehört zu unserer Mannschaft, und die braucht im Abstiegskampf unsere hundertprozentige Unterstützung.“ Das Verhalten der pfeifenden Fans sei nicht nur unsportlich, sondern auch kurzsichtig, weil es dem Team schade: „Anstatt einen Spieler rauszugreifen, ihn auszupfeifen und zu beschimpfen, sollten wir die Mannschaft ausnahmslos anfeuern, sie unterstützen und ihr wie gegen Leverkusen den Rücken stärken.“

Gegen den Werksclub hatte Werder auch dank der bemerkenswerten Unterstützung von den Rängen aus einem 0:2 noch ein 2:2 gemacht. Übrigens mit Hunt als Vorlagengeber zum 2:2 – und das trotz der zahlreichen Pfiffe, die auch nach seiner Einwechslung bei unglücklichen Szenen immer wieder zu hören waren. „Natürlich bekommt man das auf dem Platz mit“, berichtet Hunt: „Aber ich habe versucht, das so gut wie möglich auszublenden. Und im Vordergrund stand für mich, der Mannschaft zu helfen.“ Nun helfen ihm die Fans – und durch diese Aktion fühlt sich der 24-Jährige in seiner Einschätzung bestätigt: „Natürlich dürfen die Fans unzufrieden sein. Aber einen eigenen Spieler von Beginn an auszupfeifen, das geht gar nicht.“

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