Assani Lukimya für zwei Spiele gesperrt

„Ich war geschockt“

Bremen - Das rustikale Einsteigen gegen Georg Niedermeier, der Pfiff, die Rote Karte durch Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) – „ich war geschockt“, sagt Assani Lukimya.

Beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart war er nur 119 Sekunden nach seiner späten Einwechslung (89.) vom Platz geflogen. Gestern sperrte ihn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für zwei Partien. Gegen den SC Freiburg morgen und den FC Bayern am Samstag muss Lukimya also zugucken. Seiner Meinung nach ist das eine doppelte Ungerechtigkeit.

„Ja, es war ein Foul. Aber es war nicht so, dass ich nur zum Gegner gegangen bin. Ich wollte den Ball spielen, und habe ihn auch gespielt. Mit Gelb habe ich gerechnet, mit Rot nicht. Für mich war das kein Platzverweis“, erklärte der 26-Jährige gestern. Zu dem Zeitpunkt hatte das Sportgericht sein Urteil noch nicht gefällt, und Lukimya hoffte auf Milde: „Für mich ist es die erste direkte Rote Karte in meiner Karriere. Vorher habe ich in 70 Zweitliga-Spielen dreimal Gelb gesehen, mehr nicht.“

Doch das tadellose Vorleben zählte vor dem Richter nicht. Wegen rohen Spiels muss der Innenverteidiger zweimal aussetzen. Werder und Lukimya haben dem Urteil bereits zugestimmt. Doch Verärgerung bleibt. Denn Trainer Thomas Schaaf sieht in der Roten Karte eine Ungleichbehandlung Lukimyas: „Seine Attacke kam von vorne, nicht von hinten. Wenn man sagt, das ist Rot, dann muss es das auch immer in solchen Situationen sein. Gepfiffen wird aber mal so, mal so. Da gibt es keine Einheitlichkeit.“ · csa

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