Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia über Werder, Schaaf, Fritz, Frings, Bobic – und Labbadia

„Ich bin geduldiger geworden“

Bruno Labbadia kommt morgen mit dem VfB Stuttgart zurück nach Bremen.

STUTTGART/BREMEN - Von Arne Helms · Das Kapitel Werder Bremen begann für Bruno Labbadia im Januar 1996 mit einer Überraschung. Aad de Mos, Nachfolger von Otto Rehagel, hatte ihn an die Weser gelotst.

28. September 1996: Bruno Labbadia (rechts) im Werder-Trikot gegen Sammy Kuffour von Bayern München.

Kennenlernen konnte der 29-Jährige den Niederländer aber nicht mehr – als er vom 1. FC Köln kam, hatte schon Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner das Sagen bei Werder. Doch Labbadia ging seinen Weg, der Sohn italienischer Einwanderer schoss in 63 Spielen 18 Tore für die Bremer. Morgen ist der inzwischen 45-Jährige mal wieder im Weserstadion – als Trainer des VfB Stuttgart, den er am 12. Dezember 2010 übernommen hat und den er vorm Abstieg retten soll. Im Interview spricht Labbadia über seine persönlichen Fortschritte und die von Thomas Schaaf, über Bleiwesten und Versprecher.

Was ist bei Ihnen aus den zweieinhalb Werder-Jahren hängengeblieben?

Eine schöne Zeit, ein außergewöhnlicher Verein. Die Art und Weise, wie er geführt wird, wie die Menschen dort sind. Zudem ist mein Sohn in Bremen geboren.

Was hat sich seit damals verändert?

Die Art und Weise, wie die Bundesliga mittlerweile in den Medien thematisiert wird, ist auch an Bremen nicht ganz vorbeigegangen. Trotzdem schaffen sie es immer wieder, eine gute Geschlossenheit zu zeigen, machen tolle Arbeit. Das ist einfach außergewöhnlich, was Thomas Schaaf, Klaus Allofs, aber auch die Leute hinten dran – wie ein Klaus-Dieter Fischer – dort leisten. Sie behalten die Ruhe. Das ist ihre Stärke.

Was verbindet Sie noch mit Werder Bremen?

Mit Clemens Fritz habe ich noch zusammengespielt (2001 bis 2003 beim Karlsruher SC, Anm. d. Red.). Bei Torsten Frings war ich auf dem 30. Geburtstag. Man trifft sich also immer mal wieder. Thomas Schaaf war ja schon Trainer der U 23 von Werder, als ich noch in Bremen gespielt habe. Ich habe immer mal wieder rübergeschaut, es sah interessant aus. Und für mich hat sich damals schon abgezeichnet, dass er ein guter Trainer wird. Das hat er in den letzten zwölf Jahren eindrucksvoll bewiesen.

Lesen Sie hier Teil zwei des Interviews -Klick

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