Thomas Wolter geht’s wieder deutlich besser

„Ich darf mich weiter aufregen“

Bremen - Er kann’s einfach nicht lassen. Gestern Vormittag war Thomas Wolter schon wieder am Weserstadion, besuchte das Leistungszentrum. Allerdings war’s erst mal nur eine Stippvisite, denn eine Rückkehr auf den Trainingsplatz ist für den Coach von Werder II frühestens Mitte nächster Woche möglich.

„Mir geht’s insgesamt gut. Ich werde mich jetzt noch ein paar Tage ausruhen. Nach der Abschlussuntersuchung in der kommenden Woche kann ich meine Arbeit dann hoffentlich wieder aufnehmen“, sagte der 47-Jährige, bei dem in der vergangenen Woche laut Werder „leichte Unregelmäßigkeiten im Herzbereich“ festgestellt worden waren. „Ich lasse mich ohnehin ein Mal im Jahr durchchecken, weil mein Bruder früh an einem Herzinfarkt gestorben ist“, sagte Wolter, der dann aber noch einen zusätzlichen Termin vereinbarte: „Ich habe gemerkt, dass ich in den letzten Wochen täglich am Anschlag war – und dann mit meinem Arzt gesprochen, dass er mal gucken soll.“ Bei der Untersuchung seien eben jene Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, auf die Wolter nicht näher eingehen mag. Nur soviel: „Es ist nichts Lebensbedrohliches. Viele Menschen laufen damit rum und werden alt. Bei meiner Vorgeschichte ist man eben besonders vorsichtig. Meine Zukunft als Trainer beeinflusst das in keinster Weise, ich werde keine Einschränkungen im Leben haben. Und ich darf mich auch weiter aufregen.“

Nicht einfach zu ertragen war für Wolter der vergangene Samstag. Da spielte Drittligist Werder II in Oberhausen. Ohne den Cheftrainer gab es ein 1:1. Bis 14 Uhr war ich erstaunlich relaxed – und ab 16 Uhr auch wieder. Aber dazwischen war’s schon sehr schwierig, weil ich nun mal mit Haut und Haaren dabei bin“, sagte der Coach, der morgen Abend (18.30 Uhr) auch das Heimspiel gegen

Morgen noch

nicht zurück

Carl Zeiss Jena verpasst. „Ich werde aber jemanden finden, der mich mit Infos beliefert“, schmunzelte Wolter, der erneut von Co-Trainer Frank Bender und U 16-Coach Marco Grote vertreten wird. Nach der Länderspielpause – am 15. Oktober geht’s in Babelsberg weiter – wird Wolter dann wohl keinen Informanten mehr brauchen.

Werder reagierte erleichtert auf die erfreulichen Nachrichten des Nachwuchs-Cheftrainers. „Wir freuen uns, dass es Thomas schon wieder so gut geht und die Untersuchungen positiv verlaufen sind“, sagte Uwe Harttgen, Direktor des Werder-Leistungszentrums. · mr

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