Vertrag läuft aus

Hunts „besondere“ Saison: Wird es die letzte bei Werder?

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Aaron Hunt will sich ganz genau überlegen, ob er für immer in Bremen bleibt. ·

Norderney - Miami, Ibiza, Türkei – Aaron Hunt es sich im Urlaub gut gehen lassen. Er war viel unterwegs und Werder Bremen in den Wochen der Entspannung ganz weit weg. So richtig viel habe er sich nicht mit den Entwicklungen bei seinem Arbeitgeber beschäftigt, gibt er zu. Nicht mal über die eigene Zukunft hat er nachgedacht.

Dabei steht für ihn in den nächsten Monaten eine knallharte Entscheidung an: Gehen oder bleiben? Trainer Robin Dutt hat den Kampf um den Mittelfeldspieler bereits aufgenommen.

Dass der wegen der USA-Reise mit der DFB-Elf um drei Tage verlängerte Urlaub nun auch für Aaron Hunt vorbei ist, wird ihm spätestens auf derm Parkdeck der Fähre gen Norderney klar. Kaum hat er sich zwischen Bus- und Bordwand hindurchgequetscht, wollen die ersten Fans Fotos machen. Und die ersten Medienvertreter Fragen stellen. Das Gespräch führt unweigerlich zu Hunts speziellem Thema, das ihn durch die Saison begleiten wird. Es geht um seine Zukunft bei Werder, um seinen im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag. Will er verlängern? Ist Werder nach sportlich mageren Jahren noch der Club, bei dem er spielen will? Wie sieht er die Perspektiven? Fragen über Fragen – und wie die Nordseewellen an der Schiffswand prallt eine nach der anderen an Aaron Hunt ab.

„Ich bin jetzt den ersten Tag wieder dabei, habe noch nicht mal trainiert, da habe ich keine Lust, über meinen Vertrag zu reden“, sagt der Mittelfeldspieler, macht aber immerhin klar, dass er keine schnelle Entscheidung will: „Ich habe keine Eile, das war auch bei anderen Vertragsverlängerungen schon so.“ Er habe sich „keine Frist gesetzt“, will erstmal „abwarten, was passiert.“

Mit diesem Satz macht er klar, dass auch er Fragen hat. Fragen, die die sportliche Entwicklung bei Werder Bremen betreffen. Geht es mit Coach Robin Dutt wieder rauf? Geht es noch weiter runter? Stagniert das Team im Niemandsland der Tabelle? Hunt stellt Werders Zukunftsfähigkeit auf den Prüfstand. Was dem Eigengewächs – seit 2001 im Verein – nicht zu verübeln ist. Für ihn geht‘s schließlich darum, ob er für immer Bremer sein will oder ob er doch nochmal etwas Neues anpacken will.

Mit 26 Jahren ist er aktuell im besten Fußballer-Alter, der kommende Vertrag wird vermutlich der letzte richtig gut dotierte seiner Karriere sein. „Es ist“, gibt Hunt deshalb zu, „eine wichtige Saison für mich, ganz klar.“

Er geht in seine zehnte Spielzeit als Profi – es ist die erste ohne Thomas Schaaf als sein Trainer. Der Mann, der den Fußballer Aaron Hunt großgezogen hat, ist nicht mehr da. An die Stelle ist Robin Dutt getreten – und gestern Morgen schüttelten sich Spieler und Chefcoach zum ersten Mal die Hände. Der erste Eindruck? „Kann ich noch gar nicht sagen. Wir haben ja nur im Bus gesessen“, grinst Hunt, dem aber klar ist: „Vieles wird neu sein. Für mich ist die Situation sicherlich besonders, weil ich in der Bundesliga noch nie einen anderen Trainer hatte. Ich werde mich bei der ein oder anderen Sache umstellen müssen. Das wird aber kein Problem sein.“

Werder reist ins Trainingslager nach Norderney

Vermutlich nicht. Denn Robin Dutt hält große Stücke auf Aaron Hunt, den Vize-Kapitän. Der 48-Jährige hätte vermutlich nichts gegen einen neuen Vertrag für den dreimaligen Nationalspieler und startet quasi schon eine Charme-Offensive in dessen Richtung. Im noch in Einzelteilen vor ihm liegenden Werder-Puzzle ist Hunt bei Dutt das zentrale Teilchen: „Aaron hat eine große Erfahrung, ohne dass er schon zu alt ist. Ich hoffe und glaube, dass er eine ganz wichtige Rolle für uns spielen kann – sowohl sportlich als auch vom Typ her. Aaron ist nicht der typische Lautsprecher, sondern eher bedächtig. Ich glaube, das passt ganz gut zu dieser Mannschaft.“ · csa

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