Hunt wird zur Zielscheibe und ist genervt

Daumen rauf für die Fans: Sieht eigentlich gut aus, ist aber von Aaron Hunt gar nicht gut gemeint, sondern eine zynische Reaktion auf die Pfiffe der eigenen Fans.

Werder-Bremen - (kni) · Werder Bremen und seine Fans – das Verhältnis passt sich momentan den frostigen Temperaturen an. Anstatt sich über die 3:0-Führung gegen den FC St. Pauli und den kleinen Schritt aus der Krise zu freuen, pfiffen am Sonntag zahlreiche Werder-Anhänger lieber Aaron Hunt bei dessen Auswechslung aus.

„Das fand ich unmöglich, das gehört sich nicht“, schimpfte gestern Fan-Beauftragter Dieter Zeiffer: „Es waren ja nicht nur einige wenige, sondern das halbe Stadion hat gepfiffen. Da waren Fans aus allen Schichten dabei. Die Pauli-Anhänger haben sich totgelacht, dass wir unsere Spieler fertig machen, obwohl wir klar führen.“

Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Hunt hatte schon auf dem Platz eine deutliche Antwort auf die Pfiffe gegeben: Der Werder-Profi zeigte der erbosten Kundschaft den Doppel-Daumen nach oben und bedankte sich damit zynisch für die unfreundliche Verabschiedung. Gestern meinte der 24-Jährige dann nur völlig genervt: „Ich habe keinen Bock darüber zu sprechen.“

Möglicherweise ist er auch zum Schweigen verdonnert worden. Denn am Spieltag hatte Clubchef Klaus Allofs behauptet, die Pfiffe hätten gar nicht Hunt gegolten. Und Trainer Thomas Schaaf war einer klaren Frage zu diesem Thema einfach ausgewichen und hatte lediglich die Leistung des Mittelfeldspielers als ordentlich verteidigt. Möglicher Hintergrund: Die sportliche Führung wollte sich nach den Pfiffen vor wenigen Wochen gegen Mikael Silvestre nicht schon wieder mit den Fans anlegen.

Dafür fand Zeiffer deutliche Worte. „Pfeifen ist durchaus mal ein legitimes Mittel, seinen Unmut zu äußern – aber doch nicht bei einem 3:0 und in unserer schwierigen Situation. Das habe ich in Bremen noch nicht erlebt“, ereiferte sich Zeiffer und kündigte an: „Ich werde das aufarbeiten und mit den verschiedenen Fan-Gruppen darüber sprechen.“ Es könne nicht sein, „dass sich hier auf einen Spieler eingeschossen wird“. Denn Zeiffer hatte das Gefühl, dass Hunt die Pfiffe nicht nur für seinen Auftritt gegen St. Pauli bekam („Aaron war doch gar nicht so schlecht, sondern mitverantwortlich für die klare Führung“), sondern für die letzten vier, fünf Spiele. Auch da hatte es den einen oder anderen Pfiff oder mal eine Unmutsäußerung von den Rängen gegeben. Nun kam’s zur Explosion – und Hunt schoss zurück. „Ein Fehler“, wie Zeiffer fand: „Auch wenn ich ihn ein bisschen verstehen kann, das darf Aaron nicht machen. Wenn ich ihn das nächste Mal treffe, werde ich mit ihm darüber sprechen.“

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