Werder will heute gegen Nürnberg das versöhnliche Ende

Hunt mahnt: „Nicht alles kaputtmachen“

zurück in der Startelf und top-motiviert: Werders Aaron Hunt (rechts) will heute Nürnberg schlagen und in der Tabelle „ein bisschen nach oben“. Foto: Gumz

Bremen - von Malte Rehnert. Aaron Hunt sah sich gestern Nachmittag noch mal bemüßigt, warnend den Zeigefinger zu heben. „Wir haben in der Hinrunde insgesamt ganz ordentlich gespielt. Es ging schon in die Richtung von damals mit dem Offensivfußball. Und es wäre richtig schade, wenn wir uns das alles in den letzten beiden Spielen kaputtmachen würden“, sagt der Vizekapitän von Werder Bremen und meint das 1:4 in der vergangenen Woche in Frankfurt und den Abschluss des Jahres heute Abend (17.30 Uhr) im Weserstadion gegen den 1. FC Nürnberg.

Bei einer Niederlage würde Werder – im schlimmsten Fall – vom zwölften bis auf den 14. Platz abrutschen. Das wäre ungenügend und würde den Profis die Winterpause verhageln. Mit einem Sieg hingegen rücken die Bremer bis auf zwei Punkte an die internationalen Ränge heran – und die Beurteilung der Halbserie wäre deutlich positiver.

Ein schmaler Grat also. Aber natürlich drängt Werder im letzten Spiel der gesamten Bundesliga-Hinrunde auf ein versöhnliches Ende. „Es will doch keiner mit einer Niederlage in die Pause gehen“, betont Hunt, der einerseits die Gefahr sieht – andererseits aber auch die große Chance, sich „eine bessere Position zu verschaffen, den Anschluss zu halten. Wir können und wollen noch ein bisschen weiter nach oben. Mit einem Sieg haben wir alle Möglichkeiten. Und das wäre auch sehr wichtig für die Stimmung in unserer jungen Mannschaft.“

Damit es klappt mit dem anvisierten Heimsieg, hat Coach Thomas Schaaf in dieser Trainingswoche voll auf Offensive gesetzt und exzessiv den Torabschluss üben lassen. „Es sind einige Tore gefallen in den letzten Tagen“, schmunzelt Hunt, „deshalb bin ich guter Dinge. So darf es weitergehen.“

Der 26-Jährige, der in Hoffenheim und Frankfurt ausgefallen war und nun nach überwundenen Wadenproblemen in die Anfangself zurückkehrt, hat selbst noch die große Chance auf einen Titel – den von Werders Topscorer der Hinrunde. Hunt hat bisher sechs Tore und vier Vorlagen auf dem Konto und damit zehn Gesamtpunkte – genau wie die Teamkollegen Nils Petersen (ebenfalls sechs Treffer, vier Assists) und Marko Arnautovic (5/5). „Diese Wertung ist mir aber gar nicht wichtig“, meint Hunt, „wer gegen Nürnberg Tore schießt oder vorbereitet, ist doch völlig egal. Hauptsache, wir gewinnen – und das müssen wir.“

Einfach wird’s aber nicht, ahnt der Mittelfeldmann: „Gegen Nürnberg haben wir uns zuletzt immer schwergetan. Die stehen sehr kompakt, machen die Räume eng. Ich denke, so wird es auch diesmal wieder sein. Deswegen müssen wir unsere Chance nutzen – wahrscheinlich kriegen wir nicht so viele.“

Das Aufgebot

So könnte Werder heute gegen Nürnberg spielen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Junuzovic, De Bruyne, Hunt, Arnautovic, Elia - Petersen. Reserve: Strebinger (Tor) - Fritz, Füllkrug, Ignjovski, Akpala, Ekici, Lukimya.

Nicht im 18er-Kader: Wolf (Hüftprobleme), Bargfrede (Trainingsrückstand nach Achillessehnenprobleme), Trybull (Trainingsrückstand nach Fußproblemen), A. Stevanovic, P. Stevanovic (beide Trainingsrückstand) Trinks (Knieverletzung), Hartherz, Affolter, Yildirim, Kroos, Wurtz (nicht berücksichtigt).

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