Wird Ex-Patient wieder Nationalspieler?

Hunt: „Ich war schon anfällig“

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Aaron Hunt ist bestens gelaunt: So konstant gut lief es für ihn nur selten bei Werder.

Bremen - Aaron Hunt lächelt. Ein kurzes Gespräch nach dem Training – der Werder-Profi willigt sofort ein. Denn dem 26-Jährigen geht es gerade so gut wie lange nicht; vielleicht sogar wie noch nie.

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Hunt ist nicht nur Bremens Mann der Stunde, er spielt eine ganz starke Hinrunde – und überzeugt auch als Ersatzkapitän für den verletzten Clemens Fritz. Aus dem Ex-Patienten ist wieder ein Kandidat für die Nationalmannschaft geworden. Wie hat er das nur geschafft?

„Ich habe irgendwann angefangen, meine eigene Vorbereitung vor der Vorbereitung zu machen“, erklärt Hunt. Dafür opfert der Mittelfeldspieler seit einigen Jahren im Juni zehn Tage seines Urlaubs, reist nach Köln und lässt sich dort auf eigene Kosten von Personal-Trainer Niko Schmitz fitmachen. Den Spezialisten hat ihm Werders ehemaliger Fitnesscoach Benjamin Kugel empfohlen. „Morgens geht es in den Kraftraum, nachmittags wird gelaufen“, berichtet Hunt und fügt mit einem zufriedenen Lächeln an: „Damit bin ich immer bestens vorbereitet für Norderney.“ Dort absolviert Werder stets sein erstes Trainingslager, und auf der Insel wird vor allem eines gemacht: Kondition gebolzt.

Prödl fehlt beim Training am Mittwoch

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Doch nicht nur Hunts Vor-Vorbereitung hat sich offenbar ausgezahlt. Schon vorher war das große Talent immer etwas früher in der Kabine als die anderen. Dann standen Stabilitätsübungen auf dem Programm. Zu oft hatte sein Körper gestreikt. Es bestand der Verdacht, dass die Anforderungen auf höchstem Niveau im Profifußball auf Dauer zu groß für den jungen Hunt waren. „Ich war schon anfällig für Verletzungen“, erinnert sich der Bremer: „Ich hoffe, dass das jetzt vorbei ist.“

Mitgliederversammlung Werder Bremen

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Etwas Anderes darf dagegen gerne wiederkehren: Die Karriere in der Nationalmannschaft. Zwei Mal hat Hunt bereits den Bundesadler getragen – zuletzt vor über zwei Jahren. „Ich bin erst 26, warum sollte ich das Thema schon abhaken?“, fragt er und wartet eine Antwort gar nicht erst ab: „Es ist aber kein Thema, das mich jetzt beschäftigt. Mein Ziel ist es, mit Werder erfolgreich zu sein. Es läuft gut für mich, aber es geht noch mehr. Ob ich dann wieder in die Nationalmannschaft komme, das wird man sehen.“ · kni

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