Hunt und die Fans – ein besonderes Kapitel

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Belek - Es war der 28. November und ein besonderer Tag für Werder: Die Bremer gewannen mit 3:1 gegen den FC St. Pauli, Hugo Almeida schoss drei Tore – und flog nach einer dummen Tätlichkeit vom Platz. Aber nicht nur der Portugiese stand an diesem Tag im Blickpunkt. Aaron Hunt gehörte ebenfalls zu den Protagonisten dieses Tages.

Beim Stande von 3:0 wurde der Bremer Mittelfeldspieler ausgewechselt, begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert vieler Fans. Dabei hatte Hunt doch eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht. Aus Frust über die geringe Wertschätzung hob er sarkastisch beide Daumen in Richtung Bremer Anhängerschaft – Danke für die Pfiffe!

Seitdem hatte Aaron Hunt über diese Szene geschwiegen – jetzt, im Trainingslager in Belek, sprach der 24-Jährige erstmals über diesen Tag, der ihn nach außen hin angeblich kalt ließ, innerlich aber doch zerwühlte. „Vielleicht hätte ich diese Geste nicht machen dürfen, doch sie ist aus Emotionen heraus entstanden“, sagt der Werder-Profi. Seinen Frieden aber hat er noch längst nicht geschlossen. „Ich versuche, meine Leistung zu bringen – das klappt nicht immer. Wenn die Fans dann pfeifen, müssen sie das tun, ich kann es nicht ändern“, meint der Bremer offenbar gleichgültig.

Doch das ist nur Schein. In Wirklichkeit – und das würde Hunt nie so offen zugeben – hat ihn der Unmut der Zuschauer tief getroffen. „Schön ist es nicht“, räumt der Mittelfeldspieler ein, „wenn die Mannschaft in einer schwierigen Phase ist“, sei es einfach, sich „zwei, drei Spieler herauszupicken und zu pfeifen“. Es sei jedoch wichtiger, die gesamte Mannschaft anzufeuern, so wie es die Fans in der Ostkurve tun, als auf alles negativ zu reagieren. „Wenn ich 3:0 führe, muss ich nicht mehr den Risikopass spielen, auch wenn manche das vielleicht wollen“, rechtfertigt sich Hunt. Nach der Partie damals habe er mit der Mannschaft und dem Trainer gesprochen. „Der Coach hat mir gesagt, ich soll mich davon nicht provozieren lassen. Er hat mir erklärt, dass er in meinem Spiel Fortschritte gesehen hat. Das hatte ich auch getan, und deswegen konnte ich die Pfiffe nicht verstehen.“

Tag 4 in Belek

Morgendliches Training am 4. Tag in Belek

Seitdem hatte Aaron Hunt über diese Szene geschwiegen – jetzt, im Trainingslager in Belek, sprach der 24-Jährige erstmals über diesen Tag, der ihn nach außen hin angeblich kalt ließ, innerlich aber doch zerwühlte. „Vielleicht hätte ich diese Geste nicht machen dürfen, doch sie ist aus Emotionen heraus entstanden“, sagt der Werder-Profi. Seinen Frieden aber hat er noch längst nicht geschlossen. „Ich versuche, meine Leistung zu bringen – das klappt nicht immer. Wenn die Fans dann pfeifen, müssen sie das tun, ich kann es nicht ändern“, meint der Bremer offenbar gleichgültig. Doch das ist nur Schein. In Wirklichkeit – und das würde Hunt nie so offen zugeben – hat ihn der Unmut der Zuschauer tief getroffen. „Schön ist es nicht“, räumt der Mittelfeldspieler ein, „wenn die Mannschaft in einer schwierigen Phase ist“, sei es einfach, sich „zwei, drei Spieler herauszupicken und zu pfeifen“. Es sei jedoch wichtiger, die gesamte Mannschaft anzufeuern, so wie es die Fans in der Ostkurve tun, als auf alles negativ zu reagieren. „Wenn ich 3:0 führe, muss ich nicht mehr den Risikopass spielen, auch wenn manche das vielleicht wollen“, rechtfertigt sich Hunt. Nach der Partie damals habe er mit der Mannschaft und dem Trainer gesprochen. „Der Coach hat mir gesagt, ich soll mich davon nicht provozieren lassen. Er hat mir erklärt, dass er in meinem Spiel Fortschritte gesehen hat. Das hatte ich auch getan, und deswegen konnte ich die Pfiffe nicht verstehen.“

Genauso sei es nicht richtig, ihn nur mit Mesut Özil zu vergleichen. „Die Leute sehen immer einen Nachfolger in mir. Dabei haben wir doch die meiste Zeit zusammengespielt. Mesut fehlt mit genauso wie der Mannschaft: als Anspielstation, als jemand, der die Räume schafft. Wir beiden haben super harmoniert. Jetzt ist er nicht mehr da, wir spielen ein anderes System. Das ist alles nicht so einfach“, erklärt Hunt, der den Weggang des Nationalspielers zu Real Madrid aber nicht als alleinigen Grund für seine durchwachsenen Leistungen sehen will. „Ich muss besser werden, keine Frage!“ Dafür braucht er aber auch die Unterstützung der Fans.

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