„Ich sehe Ekici nicht als Konkurrenten, sondern als Unterstützung“

Hunt hat endlich wieder die Hilfe, die er braucht

Werder-Bremen - NORDERNEY · Am 16. Juni war sein großer Tag: Aaron Hunt heiratete seine langjährige Freundin Semra. Natürlich ist der 24-Jährige immer noch überglücklich, spricht vom „nächsten wichtigen Schritt in meinem Leben – außerhalb des Fußballs“.

Aber auch dort hat’s gefunkt, gibt es quasi eine neue harmonische Beziehung: Denn nach dem Weggang von Mesut Özil hat Hunt in Mehmet Ekici endlich wieder einen guten Partner im Mittelfeld bekommen.

„Ich sehe Mehmet nicht als Konkurrenten, sondern als Unterstützung für mich an. So ein Spieler, mit dem man so gut zusammenspielen kann, hat uns gefehlt“, schwärmt Hunt und fügt noch an: „Mehmet kann auf jeden Fall ein neuer Özil werden.“

Eigentlich war diese Rolle ja ihm zugedacht gewesen – in Co-Produktion mit Marko Marin. Beim ersten Mal, direkt nach dem Weggang von Özil zu Real Madrid vor knapp einem Jahr, lief’s auch prima: Hunt und Marin glänzten in der Champions-League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua. Doch danach stellte sich schnell heraus: Hunt und Marin sind Mitspieler, aber keine Spielmacher.

Bei Hunt ging nicht mehr wirklich viel. Vergessen war die tolle Vorbereitung, dafür gab’s schon bald Pfiffe von den eigenen Fans. „Ein komisches Gefühl“, erinnert sich der 24-Jährige:

„Ich gehe davon aus,

dass ich spielen werde“

„Ich bin doch einer aus der eigenen Jugend.“ Ganz abgehakt hat er das Thema zwar noch nicht, aber er will durch gute Leistungen gar nicht erst wieder Unmut aufkommen lassen. „So wäre es am besten“, sagt er und versichert: „Es ist ganz wichtig, dass man immer noch ein gewisses Niveau anbietet, auch wenn es mal schlecht läuft.“ Bei ihm dürfte das vor allem heißen, dass er nicht so schnell den Kopf hängen lässt und eine positivere Körpersprache zeigt.

Mit dem Verlauf des Trainingslagers auf Norderney ist der Ex-Nationalspieler (zwei Einsätze) hochzufrieden: „Ich bin ganz gut dabei und fühle mich noch relativ frisch.“ Beim 13:1 gegen Meppen war das deutlich zu sehen, Hunt spielte stark und erzielte einen sehenswerten Treffer mit dem linken Außenrist. Ein durchaus wichtiges Ausrufezeichen des Mittelfeldspielers, denn die Konkurrenz ist groß. Das stört Hunt nicht. Er wirkt selbstbewusster als in der Vergangenheit, zählt sich mit seinen 24 Jahren zu den erfahrenen Spielern und blickt dem Pflichtspielstart in gut drei Wochen optimistisch entgegen: „Ich gehe davon aus, dass ich spielen werde. Ob rechts, links oder in der Mitte, ist mir dabei egal.“ · kni

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