Pizarro entschuldigt sich für Maulkorb

HSV-Spion sieht Handgemenge

Kommunikativer als sonst: Werder-Coach Viktor Skripnik sprach gestern viel mit seinen Spielern. - Foto: nph

Bremen - Eigentlich war es ein ganz normaler Trainingstag des SV Werder – zumindest, was das Programm betrifft. Morgens wurde – wenn auch ohne Tore, dafür aber intensiv – gespielt, nachmittags viel aufs Tor geballert. Okay, der Trainer wirkte etwas kommunikativer als sonst. Viktor Skripnik sprach viel mit seinen Profis, es war in für ihn schweren Zeiten sein Signal: Der Coach kämpft. Sein Personal auch, allerdings unerlaubterweise mit den Händen. Und das auch noch alles unter den Augen eines Spions vom Hamburger SV.

Michael Schröder war von der Elbe an die Weser gereist. Offenbar, um den Rivalen elf Tage vor dem Nordderby schon mal unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht verzichtete der Trainerstab des SV Werder auch deshalb auf taktische Übungsformen. Dafür bekam Ex-Profi Schröder aggressive Bremer zu sehen: Nach einem harten Zweikampf lieferten sich Sambou Yatabare und Levin Öztunali ein Handgemenge – ohne Wirkungstreffer. Außerdem hatten Papy Djilobodji und Co-Trainer Torsten Frings die beiden Streithähne schnell voneinander getrennt. „Das war nichts Außergewöhnliches“, meinte später Sportchef Thomas Eichin, der direkt am Ring gestanden hatte. Schmunzelnd fügte der Ex-Profi noch an: „Das hat es bei uns früher jeden Tag gegeben.“

Yatabare und Öztunali durften ohne Ermahnung weitermachen. Auch der Zusammenstoß von Jannik Vestergaard und Santiago Garcia blieb ohne große Folgen. Zwar war der Däne erst liegen geblieben und musste behandelt werden, doch dann mischte er schnell wieder mit.

Werder-Training am Dienstag

Im Gegensatz zu Claudio Pizarro: Der Peruaner fehlte auch gestern wieder im Mannschaftstraining. Immerhin drehte er seine Runden und absolvierte unter Anleitung von Physiotherapeut Sven Plagge einige Übungen mit Ball. Wie es ihm mit seiner Rippenprellung und dem Faserriss in der Bauchmuskulatur geht, bleibt allerdings ein Geheimnis. „Tut mir leid, ich darf nicht mit euch sprechen“, entgegnete er den Journalisten. Die Werder-Profis haben einen Maulkorb bekommen, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit und damit auf das Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg zu konzentrieren. Zudem wurden sie von allen Marketing-Terminen befreit, weshalb nun die eine oder andere Autogrammstunde ausfällt.

Die zahlreichen Fans beim Training wurden aber nicht enttäuscht, sie bekamen die Unterschriften ihrer Lieblinge. Auch von Milos Veljkovic, der nach seinem Zehenbruch wieder zur Verfügung steht. Eine positive Nachricht, an einem fast ganz normalen Trainingstag, an dem nicht wirklich viel auf Abstiegskampf hindeutete.
kni

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