Mit der Einwechslung des Stürmers kamen Spielwitz und Torgefahr zurück

Hoffnungsträger Pizarro

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Mit der Einwechslung des Stürmers kamen Spielwitz und Torgefahr zurück

Von Arne Flügge (Eig. Ber.) · Hugo Almeida hatte es geahnt. „Ich habe gesehen, dass Claudio flanken wollte. Dann habe ich es geschafft, mich von meinem Gegenspieler zu lösen und das Tor gemacht“, beschrieb der Stürmer von Werder Bremen die Szene in der 73. Minute, die zum 2:1-Siegtreffer gegen den SC Freiburg geführt und die die Bremer ein Stück weiter aus der Krise befördert hatte.

Pizarro war vier Minuten zuvor eingewechselt worden. Und mit dem Peruaner, der zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses ausgefallen war, kamen Spielwitz und Torgefahr zurück. Es schien, als hätte die Mannschaft nur auf ihn gewartet, um sich an dem 32-Jährigen aufzurichten. „Als Pizarro eingewechselt wurde, haben wir wieder vermehrt Probleme bekommen“, räumte Freiburgs Trainer Robin Dutt ein. Werder-Sportchef Klaus Allofs sprach davon, dass Pizarro den „berühmten Unterschied“ ausmache. Und Bremens Coach Thomas Schaaf meinte: „Nach der Einwechslung hat Claudio uns mit seiner Qualität sehr weitergeholfen. Er hat nicht nur den Ball gehalten, sondern auch andere Spieler in Szene gesetzt Dieser Assist war kein Zufall.“

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Pizarro jedenfalls war happy, der Mannschaft geholfen zu haben, wie er sagte. „Ich sollte hinter Hugo spielen, um das Spiel zu ordnen. Dieser Schachzug des Trainers ist aufgegangen, obwohl ich normalerweise natürlich lieber ganz vorne spiele“, erklärte „Pizza“.

Pizarro ist zurück – und mit ihm die Hoffnung, dass nun auch wieder spielerisch bessere Zeiten auf Werder zukommen. Denn die drei Punkte haben nicht darüber hinweggetäuscht, dass die die Leistung, die Werder gegen Freiburg über weite Strecken abgerufen hat, nicht reichen wird, um am Mittwoch in der Champions League bei Twente Enschede zu bestehen. „Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, aber mit unserem Spiel nicht“, analysierte Schaaf: „Wir haben heute insgesamt zu viel falsch gemacht.“

Die Hoffnung auf Besserung ist beim Trainer da. „Wir haben nicht vor, uns nonstop zu blamieren“ sagte Schaaf: „Wir müssen jetzt eine Leistung abrufen, mit der wir auch in der Champions League zu besseren Ergebnissen kommen. Das heißt: Die Fehler abstellen.““

Denn dort, so hat Aaron Hunt, in der 33. Minute Torschütze des 1:0, richtig erkannt „stehen wir mit nur einem Punkt schon mit dem Rücken zur Wand“. Und daher gab Sportchef Allofs schon mal eine klare Zielsetzung aus: „Aus den beiden Spielen gegen Enschede sollten wir möglichst vier Punkte holen, um unsere Situation in Bezug auf ein mögliches Weiterkommen zu verbessern. Am besten ist es deshalb, wenn wir mit einem Sieg in Enschede anfangen.“

Um den Worten auch Taten folgen zu lassen, müssen die Bremer aber wieder zu ihrem Kombinationsspiel zurückfinden und vor allem ihre Chancen besser nutzen. Gegen Freiburg war die Verwertung der Möglichkeiten teilweise haarsträubend. „Die Konter haben wir fahrlässig ausgelassen, wir haben es zu kompliziert gemacht“, kritisierte Thomas Schaaf.

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