Werder-Stürmer beim 0:1 im Test gegen Fenerbahce nicht mal im Kader / Es riecht nach Abschied

Die Höchststrafe für Wagner

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Hier setzt sich Mehmet Ekici gegen Andre Santos und Selcuk Sahin (vorn) durch, aber insgesamt lieferte der Bremer Spielmacher eine eher blasse Vorstellung ab.

Osnabrück · Werder wird bis zum Ende der Transferperiode am 31. August keinen Spieler mehr holen. Das hat Manager Klaus Allofs gestern Abend noch mal bekräftigt. Vielleicht gibt er aber noch einen Profi ab, von dem man es bislang nicht gedacht hatte. 

Stürmer Sandro Wagner stand gestern im Test in Osnabrück gegen den türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul (0:1) nicht mal im Bremer Kader – und das, obwohl Trainer Thomas Schaaf denjenigen Chancen gab, die zuletzt meistens zugeschaut hatten.

„Jeder kann sich zeigen. Und wenn das nicht klappt, hat man sich nicht qualifiziert“, erklärte Schaaf den Verzicht und fügte an: „Man muss sich immer beweisen. Da ist es völlig wurscht, ob es gegen Pusemuckel oder eine Weltklassemannschaft geht. Und wer das nicht macht, der ist nicht richtig drin.“

Werder gegen Fenerbahce

Testspiel: Werder Bremen gegen Fenerbahce Istanbul

Wagner ist also draußen – weil er wohl nicht engagiert genug trainiert und dann auch bei seinem Einsatz bei Werder II gegen Münster (0:0) am Sonntag nicht überzeugt hat. „Das war nicht so toll“, urteilte Allofs: „Wenn der Trainer denkt, dass man sich nicht so gezeigt hat, ist man eben mal nicht dabei.“ Das sei bei einem Kader von 30 Spielern „eine ganz normale Sache“ und „keine Katastrophe“. Es ist allerdings ein klarer Fingerzeig, wie unzufrieden die sportliche Leitung mit Wagner ist. Gut möglich deshalb, dass der Stürmer angesichts von vier – derzeit besseren – Konkurrenten noch geht. Ein Gespräch zwischen Allofs und Wagner-Berater Alen Augustincic soll es bereits gegeben haben.

Wagner selbst will im Moment nicht sprechen. Gestern Mittag, noch ehe seine Nichtnominierung bekannt war, eilte er davon: „Ich habe keine Zeit . . .“

Der 22-Jährige durfte sich gestern vor 6 100 (überwiegend türkischen) Zuschauern in der osnatel-Arena nicht präsentieren, einige andere schon. So richtig empfehlen konnte sich allerdings keiner. Linksverteidiger Aleksandar Ignjovski machte seine Seite ordentlich zu, gab aber kaum Impulse nach vorn. Stürmer Marko Arnautovic hatte einige gute Chancen, vergab sie aber alle. Wesley wirbelte viel im Mittelfeld, war in der Defensivzentrale aber zu selten eine ordnende Hand. Und Mehmet Ekici wirkte noch nicht richtig frisch, zeigte nur ansatzweise die Spielkultur, mit der er Werder erfreuen soll.

Blieben noch die beiden Verteidiger Sebastian Prödl und Naldo, die beide 90 Minuten durchspielten und ihre Sache recht ordentlich machten. Das Tor des Tages durch Özer Hurmaci (76.) konnten sie jedoch nicht verhindern. Dennoch: Beim über ein Jahr verletzten Naldo war wieder eine Steigerung zu sehen. Für einen Platz im Hoffenheim-Kader fürs Wochenende sei es aber noch zu früh, bremste Schaaf: „Wo ist Naldo denn eine Alternative? Er hat 15 Monate nicht gespielt, das kann er nicht von heute auf morgen nachholen. Es fehlt noch bei ihm.“

Naldo selbst würde natürlich lieber heute als morgen wieder richtig mitmischen: „Ich kann alle Bewegungen machen und möchte ganz schnell in die Bundesliga zurückkehren. Ich bin bereit!“

Werder: Mielitz - Fritz (46. Sokratis), Naldo, Prödl, Ignjovski, Bargfrede (46. Aycicek), Wesley (82. Marin), Trinks (46. Hunt), Ekici, Arnautovic, Thy (46. Rosenberg). · mr

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