Elias folgenschwerer Ausrutscher auf Schalke: „Ich entschuldige mich bei allen“

„Hildebrands Karriere wäre dann vorbei gewesen“

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Eljero Elia war nach seinem Ausrutscher völlig frustriert – und nahm den tröstenden Klaps von Trainer Robin Dutt bei der Auswechslung gar nicht richtig zur Kenntnis.

Bremen - Schon im Werder-Bus auf dem Weg zurück von Gelsenkirchen nach Bremen hatte Eljero Elia am Samstagabend zum Handy gegriffen und ein „Sorry“ ins Internet gesendet. Gestern Mittag nach dem Auslaufen am Weserstadion gab es die Fortsetzung.

„Ich kann mich nur bei allen entschuldigen. Bei 2:0 wäre das Spiel fertig gewesen“, sagte Elia ganz leise. Der Niederländer war in der 60. Minute auf dem Weg zur Vorentscheidung ausgerutscht – und Werder verlor noch 1:3.

„Der Todesstoß war möglich“, haderte Sportchef Thomas Eichin: „Die Szene musst du natürlich besser machen.“ Doch bei Elia war in diesem Moment alles schief gegangen. So wie Sekunden zuvor bei Timo Hildebrand. Ausgerechnet Hildebrand. Der Schalke-Keeper hatte schon am Mittwoch gegen den FC Chelsea böse gepatzt und Samuel Eto’o zum 1:0 angeschossen. Diesmal landete sein missglückter Befreiungsschlag nicht gleich im Tor, aber bei Elia, der 40 Meter vor dem Gehäuse freie Bahn hatte. Doch Elia rutschte kurz nach der Ballannahme weg – und zerstörte den Angriff mit einem Hackentrick endgültig. Den frei stehenden Zlatko Junuzovic hatte er in der Mitte übersehen.

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„Die ganze Situation war scheiße. Aber mehr als entschuldigen kann ich mich nicht“, meinte Elia. Sein Pech wurde zum Glück eines anderen. „Wenn ich getroffen hätte, dann wäre Hildebrands Karriere vorbei gewesen“, stellte Elia mit Blick auf die Ereignisse gegen Chelsea ganz nüchtern fest und berichtete von einem schnellen Wiedersehen mit dem 34-Jährigen: „Wir mussten beide zur Dopingprobe. Da habe ich ihm gesagt, dass er Glück gehabt hat.“ Hildebrand habe es wortlos zur Kenntnis genommen.

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Elia musste sich also selbst trösten. Und nicht einmal die Nacht half ihm dabei. „Ich konnte überhaupt nicht schlafen. Ich habe die ganze Nacht Playstation gespielt.“ Entsprechend mitgenommen sah der 26-Jährige auch aus. Aber es war Besserung in Sicht – zumindest stimmungsmäßig. „Meine Tochter Heavenly hatte am Donnerstag ihren ersten Geburtstag, und das feiern wir heute mit der Familie. Eine bessere Ablenkung gibt es nicht“, sagte Elia – und erstmals in dem Gespräch huschte ein Lächeln über sein Gesicht. kni

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