Siegen oder fliegen – für Werder fällt die Vorentscheidung / „Fast ein Endspiel“

Highnoon in Enschede

Will heute Abend in Enschede eine Bremer Mannschaft sehen, die sich zerreißt: Werder-Kapitän Torsten Frings.

In der Bundesliga krabbelt Werder Bremen langsam heraus aus dem Dilemma, doch in der Champions League treten die Hanseaten auf der Stelle. Schlimmer noch: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn wir jetzt wieder nicht punkten, wird‘s ganz schwer“, weiß Mittelfeldspieler Aaron Hunt, dass heute (20.45 Uhr/live bei Sky) beim FC Twente Enschede eigentlich nur ein Sieg hilft, um sich die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales zu erhalten.

Einen Punkt hat Werder in der Gruppe A erst erspielt. Twente geht es genauso – und daher gilt heute für beide Mannschaften: siegen oder fliegen. „Es ist schon fast ein Endspiel“, hat Bremens Abwehrspieler Per Mertesacker dann auch die besondere Bedeutung der Partie erkannt. Und Trainer Thomas Schaaf ergänzt: „Wir müssen jetzt zusehen, dass wir endlich in die Gruppe reinkommen. Das haben wir bislang noch nicht so richtig geschafft.“ Gelingt das wieder nicht, sieht’s düster aus. Das weiß auch Sportchef Klaus Allofs: „Mit jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, wird unsere Ausgangsposition schlechter.“

Bilder vom Training am Montag

Vor dem Champions-League-Spiel in Enschede: 22 Spieler im Training

Highnoon in Enschede! Und Werder trifft auf eine Mannschaft, die im eigenen De-Grolsch-Veste-Stadion in diesem Jahr noch ungeschlagen ist. In der Champions League setzten die Niederländer beim 2:2 gegen Inter Mailand mehr als nur ein Ausrufezeichen. In der Ehrendivision heißt die Bilanz: Neun Spiele ohne Niederlage, davon sechs ohne Gegentor. Zudem steht das frenetische Publikum über 90 Minuten wie ein Mann hinter seiner Mannschaft. Mertesacker: „Es wird ein schwieriges Spiel. Wir kennen die Stimmung dort, wissen, was auf uns zukommt.“

Der 26-Jährige spricht aus Erfahrung. Im Februar standen sich beide Teams in der Europa League gegenüber. Und in Holland verloren die Bremer mit 0:1, kamen erst durch einen souveränen 4:1-Sieg im Rückspiel weiter. „Dass wir damals dort verloren haben, sollte uns Warnung genug sein, auch wenn es durch einen Sonntagsschuss war“, meint Kapitän Torsten Frings. Den Treffer hatte Theo Janssen erzielt – und der Bremer Respekt vor der Schussgewalt des Niederländers ist noch heute groß. „Er hat eine perfekte Schusstechnik. Wir müssen Freistöße rund 20 Meter vor dem Tor vermeiden“, fordert Marko Arnautovic, der im Sommer für 6,5 Millionen Euro Ablöse von Twente an die Weser gewechselt war.

Allen voran aber müssen die Bremer erstmals auf ihre eigene Leistung schauen. Der 2:1-Sieg in der Liga gegen Freiburg brachte zwar drei wichtige Punkte, aber auch die Erkenntnis, dass spielerisch bei Werder noch einiges im Argen liegt. „Wir müssen uns gehörig steigern“, fordert Frings, der ein „Duell auf Augenhöhe“ sieht: „Man kann nicht davon ausgehen, dass wir da hinfahren und die mal eben wegputzen. Das wird ein ganz schweres Spiel, aber wir müssen uns durchsetzen und die drei Punkte holen.“ Meint auch Mertesacker: „Das 2:1 gegen Freiburg war ein erster Schritt. Darauf müssen wir aufbauen und in kleinen Steps weitermachen. Wichtig ist, dass wir die Punkte holen – egal wie.“

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