Verändertes Weserstadion: Sicherer und mit gemalten Ausflügen in die Werder-Historie

High-Tech-Tickets und Neues aus alten Zeiten

Hier geht's rein: An den Toren werden die Fans von den Terminals der elektronischen Zugangskontrolle empfangen. Das grüne Licht gilt generell als gutes Zeichen … ·

Bremen - Jedes Jahr ein bisschen mehr: Auch in dieser Sommerpause hat sich im Weserstadion einiges verändert. Dabei müssen es nicht immer die millionenschweren Ausbau-Projekte sein, die die Besucher begeistern.

Als Werders Marketing-Manager Klaus Filbry am „Tag der Fans“ über die teils schon abgeschlossene Verschönerung der Innenwände berichtete, erntete er von den Zuhörern nämlich tosenden Applaus. Die Motiv-Auswahl beinhaltet viele der schönsten Szenen aus der Werder-Historie.

So findet sich Diegos legendäres Tor aus 63 Metern ebenso auf einem Weg zum Tribünen-Aufgang wieder wie Porträts aller Werder-Ehrenspielführer, ein Bildnis von „Goaliator“ Claudio Pizarro oder coole Sprüche von Trainer Thomas Schaaf („Ein 25:0 wäre nicht schlecht“).

Ebenfalls prangt nun das Wort „Ostkurve“ in fetten Lettern dort, wo es hingehört: „Es soll klar zeigen: Hier ist die Heimat unserer Fans“, unterstrich Filbry. Im Innern dieser Stadionseite haben die Anhänger die Möglichkeit, selbst ein Bild zu kreieren.

Als wesentliche Neuerungen bezeichnete Filbry die elektronische Zugangskontrolle, die den Einlass sicherer gestalte – und natürlich die „Werder-Card“, also die Kreditkarte für jeden Besucher der Arena. Dort sowie im Internet können die Fans das Plastik-Geld mit Beträgen nach Wahl aufladen lassen, legen sie beim Kauf von Bier, Bratwurst Schals und Trikots vor – und sparen Zeit beim Warten aufs Wechselgeld.

Bis auf wenige Einzelfälle lief während der Generalprobe beim Fan-Event am Sonntag alles glatt. Einigen stockte allerdings kurz der Atem, weil ihre Cards trotz der Abbuchung vom Konto „leer“ waren. Diese Pannen hatten die Mitarbeiter jedoch schnell behoben. Filbry warb mit Blick aufs Testspiel gegen den FC Everton am 2. August um Verständnis, falls es noch einmal hier und da haken sollte und versprach: „Bis zum Bundesliga-Start gegen Kaiserslautern ist alles in Betrieb.“

In Filbrys Stimme schwang eine gehörige Portion Stolz über den „fast fertigen Umbau“ mit. Und Sportchef Klaus Allofs sah es im Nachhinein als „richtigen Weg“ an, dass sich die Vereinsführung für die Verwandlung in eine reine Fußball-Arena entschieden habe. Allofs dankte den Stammgästen für ihre große Geduld während der Arbeiten: „Kompliment an die Fans, dass sie die letzten zwei Jahre so überstanden haben.“ · ck

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