Aufsichtsrat Brinker erklärt Sponsoren-Problem

„Hier wird gut gearbeitet“

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Werner Brinker

Bremen - Seit acht Jahren sitzt Werner Brinker nun schon im Werder-Aufsichtsrat – weitere vier werden folgen. So bestimmten es am Montagabend die Mitglieder. Dabei wissen sie gar nicht, wie der Top-Manager über den Club denkt.

Denn der Vorstandsvorsitzende des Energieversorgers EWE AG hält sich in Sachen Werder lieber im Hintergrund. Doch nach der Mitgliederversammlung am Montag machte der 60-Jährige eine Ausnahme und gab dieses Interview.

Mitgliederversammlung Werder Bremen

Herr Brinker, die Kapitalgesellschaft des SV Werder Bremen hat im vergangenen Geschäftsjahr ein Minus von 13,9 Millionen Euro gemacht. Machen Sie sich Sorgen um die Zukunft des SV Werder?

Werner Brinker:Nein. Ich bin sehr optimistisch. Hier wird sehr gut gearbeitet.

Woran machen Sie das fest?

Brinker:Die Probleme wurden nicht nur rechtzeitig erkannt, sondern es wurde auch schnellstmöglich gehandelt. Das ist entscheidend. Im Fußball gibt es nun einmal ein ständiges Auf und Ab. Nur der FC Bayern ist davon in der Bundesliga nicht betroffen. Alle anderen müssen immer auf der Hut sein. Werder hat hervorragende Voraussetzungen, aus diesem Tal herauszukommen.

Die Werder-Geschäftsführer beklagen allerdings stets den Standortnachteil, dass es hier schwieriger sei, große Sponsoren zu bekommen. Warum ist das so?

Brinker:In der Weser-Ems-Elbe-Region ist es in der Tat nicht so einfach. Nicht viele große Konzerne haben hier ihren Sitz. Aber Werder hat trotzdem viele Sponsoren – aus der Region, aber auch überregional. Der Club hat es durch sein vielfältiges soziales Engagement – zum Beispiel in den Schulen – geschafft, fest in der Region verankert zu sein. Das Image von Werder ist hervorragend – auch bundesweit. Das ist sehr wichtig für Sponsoren.

Wie wichtig ist der sportliche Erfolg?

Brinker:Sehr wichtig. Aber da denke ich auch als Fan. Natürlich träume ich von der Champions League im Weserstadion. Das waren immer interessante Spiele. Aber man darf nicht vergessen, dass das alles vom Club sehr hart erkämpft worden ist.

Künftig kämpft auch Ex-Profi Marco Bode wieder mit – an Ihrer Seite im Aufsichtsrat. Was halten Sie von Ihrem neuen Kollegen?

Brinker:Sehr viel. Ich freue mich, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich kenne Marco schon länger durch die gemeinsame Teilnahme an vielen Veranstaltungen. Er hat viele gute Ansätze.

Sie sind ein viel beschäftigter Mann. Warum tun Sie sich dann auch noch den Job als Aufsichtsrat bei Werder an?

Brinker:Das Werder-Präsidium hat mich vor acht Jahren angesprochen, das hat mich sehr geehrt. Ich habe dann mein Präsidium bei EWE gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen darf und habe grünes Licht bekommen. Für einen alten Fußballer wie mich ist es schön, mit Ex-Nationalspielern und auch anderen interessanten Persönlichkeiten im Aufsichtsrat zusammenzuarbeiten. Und schön ist es natürlich auch, dass ich meine Erfahrung aus der Wirtschaft einbringen kann. · kni

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