Vor dem 1 000. Spiel blickt der Bayern-Coach zurück / Lob für Petersen

Heynckes findet’s imposant

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Jupp Heynckes blickt auf eine lange Bundesliga-Geschichte zurück. · dpa

München -  Vor fast 48 Jahren hat für Jupp Heynckes alles angefangen. Damals gab es im Fernsehen noch Schwarz-Weiß-Bilder von der Bundesliga zu sehen.

Und er verdiente als junger Fußball-Profi bei Borussia Mönchengladbach „160 Mark im Monat“, wie er gestern verriet. Am 14. August 1965 bestritt Heynckes sein Erstligadebüt gegen Borussia Neunkirchen (1:1), es war der Beginn einer großen Karriere, die wohl im Sommer beim FC Bayern München enden wird.

369 Mal spielte er in der Bundesliga. Heute feiert der 67-Jährige im Heimspiel des FC Bayern gegen Werder mit seinem 631. Einsatz als Trainer ein Jubiläum: Es ist sein 1 000. Bundesligaspiel! Ein „Juppiläum“, wie die „Bild“ schrieb. „Das ist eine imposante Zahl“, sagte der Jubilar. Er könne auf eine „sehr erfolgreiche und schöne Zeit zurückblicken“. Unvergesslich sei für ihn die erste Meisterschaft 1971 mit Gladbach, als man „revolutionären Fußball“ gespielt habe. Seitdem habe sich der Fußball „kolossal verändert“.

In der Bundesliga hat nur Otto Rehhagel mit 1 037 Partien (201 Spieler/836 Trainer) vor ihm die Schallmauer von 1 000 durchbrochen. Er könne „nicht nur ein Buch schreiben, sondern mehrere“, bemerkte Heynckes und fügte sofort an: „Aber das werde ich sicher nicht machen.“

Heynckes wird in seinem 1 000. Spiel die Rotation in Gang setzen. Unter anderem wird Arjen Robben neu ins Team rücken. „Arjen ist körperlich gut drauf“, erklärte Heynckes. Der Holländer sei „ungemein ehrgeizig“. Und im Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund wird er am Mittwoch in Topform gebraucht, weil dann Franck Ribéry wegen einer Rot-Sperre fehlen wird.

Früher sei Bayern gegen Bremen „ein richtiger Schlager“ gewesen, stellte Heynckes fest. Aktuell sieht er Werder im Umbruch. Der Tabellenelfte verfüge aber über „wunderbare Kreativspieler“. Das kommt auch Nils Petersen zugute. Elf Tore hat der vom FC Bayern ausgeliehene Angreifer schon erzielt. Bremen sei der „richtige Weg“ für Petersen, sagte Heynckes. Es war ein weiteres Indiz dafür, dass Petersen wohl in Bremen bleiben wird. · dpa

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