Werder hat über 13 Millionen Euro zu viel ausgegeben / Mitglieder bestimmen Aufsichtsrat

Heute wird das Mega-Minus offiziell

Bremen - Klaus Allofs und Klaus Filbry haben heute Abend in der Werder-Halle in Bremen keinen leichten Job. Die beiden Werder-Geschäftsführer müssen den Vereinsmitgliedern ab 19 Uhr erklären, warum die Kapitalgesellschaft des Clubs das vergangene Geschäftsjahr mit einem Minus von mehr als 13 Millionen Euro abgeschlossen hat.

In den vergangenen Jahren hatte es stets ein Plus gegeben. Als Hauptgrund gilt das wiederholte Verpassen der finanziell so lukrativen Champions League. Werder hat die Konsolidierung bereits eingeläutet und sich von vielen teuren Stars getrennt. Ob das in der nächsten Bilanz schon für eine schwarze Null reichen wird, ist sehr fraglich. Trotzdem herrscht Ruhe im Club. Der Verein fühlt sich sicher und begründet dies mit seiner Eigenkapitalquote von 48 Prozent. Nur der FC Bayern und die von Konzernen oder von Privatpersonen besonders unterstützten Bundesligisten wie VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen oder 1899 Hoffenheim würden besser dastehen, heißt es.

Deshalb genießt die Geschäftsführung, zu der neben Klaus Allofs und Klaus Filbry auch Klaus-Dieter Fischer gehört, das volle Vertrauen des Aufsichtsrates. Der muss sich heute dem Votum der Mitglieder stellen. Eine Auswahl wird es nicht geben. Es stehen nur vier Kandidaten für vier Plätze zur Wahl: Willi Lemke als Vorsitzender, Werner Brinker, Hans Schulz und Ex-Profi Marco Bode, der für Axel Plaat (zieht freiwillig zurück) in das Kontrollgremium rücken soll (wir berichteten). Es wird en bloc gewählt. Der Verein entsendet zudem Hubertus Hess-Grunewald und Gunnar Lübben-Rathjen in den Aufsichtsrat. · kni

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