Heute Testspiel-Doppelpack, damit sich jeder über 90 Minuten beweisen kann

Leistungscheck für alle: Skripniks großes Casting

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Wer kann was? Werder-Trainer Viktor Skripnik schaut heute ganz genau hin.

Belek - Auf die Plätze, fertig, los! Heute geht das Wettrennen um die besten Plätze bei Werder Bremen so richtig los. Nach vier Tagen Vorarbeit wird wieder gekickt – und zwar gleich in einer Doppelschicht. Hintereinander spielen heute zwei Bremer Teams erst gegen Drittligist Energie Cottbus, dann gegen den Wüsten-Club Al-Fujairah SC. Grund des Fußball-Marathons: Coach Viktor Skripnik will nach Möglichkeit alle Spieler über 90 Minuten begutachten. Es ist das große Belek-Casting.

Und es ist eine absolute Neuerung. Noch nie hat der SV Werder an einem Tag zwei Partien über die volle Spielzeit bestritten. Bei Borussia Mönchengladbach macht Trainer Lucien Favre das schon seit Jahren so, nun haben auch die Bremer den Sinn eines Doppelpacks erkannt. Skripnik: „So kann ich mir über jeden Spieler ein Urteil bilden, wie weit er körperlich schon ist. Jeder kann sich beweisen und zeigen, was er schon kann.“ Bei nur einem Testspiel und einem Kader von 24 einsatzfähigen Akteuren wäre das nicht möglich. Für viele blieben nur Kurzeinsätze, und die liefern keine Erkenntnisse, meint der Werder-Coach: „Niemand hat etwas davon, einen Spieler nur zehn oder 15 Minuten spielen zu sehen.“

Dass Skripnik alle Akteure auf den Laufsteg stellt, zeigt auch, dass er allen die gleichen Chancen einräumt. Erbhöfe gibt es nicht bei dem Ukrainer. In seinem ersten Traininslager als verantwortlicher Bundesliga-Coach beginnt alles bei null. Deshalb werden auch die Mannschaften bunt gemixt und jeweils mit etablierten und jungen Spielern bestückt, verspricht Skripnik: „Es wird vielleicht Blöcke geben, die zusammenbleiben, aber kein A- und B-Team.“

Dem 45-Jährigen geht es in den Matches auch nicht um das System, nicht um die Taktik, nicht mal ums Ergebnis: „Das steht an letzter Stelle“, sagt Skripnik: „Ich will sehen, wie weit der Einzelne körperlich schon ist. Jeder soll sein Bestes geben. Danach können wir die Analyse und Auswertung machen – zusammen und auch in Einzelgesprächen. Und dann arbeiten wir weiter.“

Trainingslager in Belek dritter Tag

Einsatzbereit ist heute wohl auch ein gestern leicht angeschlagenes Trio. Felix Kroos, Melvyn Lorenzen (beide mit muskulären Problemen) sowie Maik Lukowicz (Rückenbeschwerden) ließen die Einheit am Nachmittag aus, sollen aber spielen.

Um 14.00 Uhr deutscher Zeit (15.00 Uhr Ortszeit) macht das Match gegen Drittligist Energie Cottbus den Auftakt. Zwei Stunden später trifft Werder auf den arabischen Club Al-Fujairah, aktuell Zehnter in der nur 14 Teams umfassenden Gulf-League. Dabei kann es zum Wiedersehen mit Ex-Werder-Stürmer Boubacar Sanogo kommen. Der Ivorer – einst auch für Cottbus aktiv – steht inzwischen bei dem Wüsten-Club unter Vertrag.

csa

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