Ein Neustart bei null

Heute spielt Arnautovic für Österreich – was passiert in Bremen?

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Marko Arnautovic muss heute mit Österreich punkten – und ab dem 5. Juli in Bremen verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Wien - Ende der Zwangspause! Heute darf Marko Arnautovic wieder Fußball spielen. Mit der österreichischen Nationalmannschaft empfängt der Werder-Profi im ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion die schwedische Auswahl (20.45 Uhr).

Es geht um wichtige Punkte in der WM-Qualifikationsgruppe C, in der sich die beiden Teams hinter Spitzenreiter Deutschland ein Verfolgerduell liefern.

Für Arnautovic ist die Partie zudem die Rückkehr aus der Verbannung. Vor sieben Wochen hat er sein bis dato letztes Match absolviert. Dann kam die nächtliche Tour über die A1, die Polizeikontrolle, die Suspendierung durch Werder Bremen. Im Nationalteam genießt er aber das volle Vertrauen. Trainer Marcel Koller sah keinen Grund, seinen wohl talentiertesten Angreifer für ein Vergehen in Bremen zusätzlich zu bestrafen und berief Arnautovic ohne großartig zu überlegen in den Kader für das richtungweisende Spiel gegen Schweden. „Dafür", sagte der Werder-Profi, „hat er meinen Respekt.“

In Bremen muss er selbst sich Respekt erst wieder erarbeiten – jedenfalls bei den Fans und den Vereinsverantwortlichen. Gewissermaßen auch beim neuen Coach Robin Dutt – aber bei ihm startet der 24-Jährige immerhin nicht mit einem Minuswert. „Marko hat eine Vorgeschichte mit dem Verein, nicht mit mir. Meine Einzelsicht ist: Er fängt bei null an“, sagt Dutt. Gleiches gilt auch für Eljero Elia.

Während der Niederländer zum Trainingsstart am 28. Juni in Bremen zurückerwartet wird, bekommt Arnautovic wie seine österreichischen Teamkollegen Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl noch Sonderurlaub gewährt. Erst nach Ende des Trainingslagers auf Norderney (01. bis 05. Juli) muss das Trio den Dienst antreten. Doch dann gilt’s für Arnautovic. Und für Elia. „Beide bekommen ihre Chance. Wenn sich nach einiger Zeit zeigt, dass ich gut mit ihnen arbeiten kann, ist es perfekt“, meint Dutt. Er weiß: Irgendwann wird Sportchef Thomas Eichin wissen wollen, wie er die Situation mit dem in Ungnade gefallenen Duo einschätzt. Letztlich kann also Dutts Meinung und seine Fähigkeit zur Re-Integration von Arnautovic (Vertrag bis 2014) und Elia (Vertrag bis 2016) den Ausschlag geben über deren Verbleib oder Verkauf.

Bislang hat speziell Marko Arnautovic nicht den Eindruck gemacht, als wolle er bei Werder zu Kreuze kriechen. Vielleicht besinnt er sich ja im Urlaub. Der beginnt heute mit dem Abpfiff der Partie gegen die punktgleichen Schweden (je 8) – einem Spiel, das die Österreicher gewinnen müssen, um Platz zwei hinter Deutschland (16) zu zementieren.  csa

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