Heute Medizincheck in Bremen

Irrer Casteels-Deal: Keeper wechselt wohl zu zwei Clubs

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Zwei auf einen Streich: Hoffenheims Koen Casteels hat sich offenbar gleich doppelt entschieden, geht erst zum SV Werder und dann im Sommer zum VfL Wolfsburg.

Bremen - Die Torwart-Geschichte beim SV Werder wird immer verrückter: Koen Casteels, der heute in Bremen zum Medizincheck erwartet wird, hat sich offenbar gleich mit zwei Clubs auf einen Wechsel geeinigt.

Der 22-jährige Belgier soll nach seinem nur bis zum Sommer befristeten Engagement in Bremen direkt zum VfL Wolfsburg gehen. Die Niedersachsen wollen ihn angeblich als künftige Nummer zwei und damit als Dampfmacher für Stammkeeper Diego Benaglio. Das berichtet die belgische Tageszeitung „Het Belang van Limburg“.

„Wir beschäftigen uns mit dieser Sache“, bestätigte VfL-Manager Klaus Allofs gestern Abend das Wolfsburger Interesse – und auch die Rolle des SV Werder quasi als Parkhaus für Casteels: „Diese Lösung steht im Raum, eine Entscheidung wird zeitnah fallen.“

Das glaubt auch Casteels Noch-Arbeitgeber 1899 Hoffenheim. „Wir befinden uns in konkreten Gesprächen“, sagte Manager Alexander Rosen dem „kicker“. Ähnlich äußerte sich Casteels beim belgischen Internet-Portal „sporza.be“: „Ich kann sagen, dass es bereits eine Einigung zwischen den beiden Clubs gibt und ich nun noch eine Übereinkunft finden muss. Das dürfte aber kein Problem sein.“ Und sein Berater Nico Vaesen verriet der „Bild“: „Koen wird in der Bundesliga bleiben.“

Der Vertrag des 22-Jährigen in Hoffenheim läuft noch bis Sommer 2017. Es wird also eine Ablöse fällig. Wolfsburg ist bereit, in die Tasche zu greifen. Der VfL braucht den Keeper allerdings erst ab Sommer, wenn die Verträge der Ersatzkeeper Max Grün und Patrick Drewes auslaufen.

Das bringt Werder ins Spiel, doch Sportchef Thomas Eichin blieb seiner Linie treu und meinte lediglich: „Wir melden nur etwas, wenn Fakten geschaffen sind.“ Darauf verwies zwar auch Viktor Skripnik, doch der Werder-Coach war vom Torwart-Thema derart angefressen, dass er unmissverständlich klarstellte: „Egal wer kommt, er wird die Nummer zwei, drei oder vier sein – Raphael Wolf ist unsere Nummer eins!“

Damit aber nicht genug. Skripnik wiederholte, dass er nur drei Torhüter benötige. Sollte ihm Sportchef Eichin nun also trotzdem einen vierten Keeper zur Verfügung stellen, „dann wird neu gemischt und es bleiben nur drei übrig.“ Für die Ersatzkeeper Richard Strebinger und Raif Husic könnte es demnach eng werden. Vor allem für Husic, dem 18-Jährigen hatte Eichin zuletzt noch die Bundesliga-Reife abgesprochen.

Und was ist mit Felix Wiedwald? Den Ex-Bremer hätte Eichin nur zu gerne an die Weser zurückgeholt, doch Eintracht Frankfurt gab ihn nicht frei. Eichin deutete umgehend einen Wechsel im Sommer an, wenn Wiedwalds Vertrag ausläuft. Dazu passt nun das Leihgeschäft mit Casteels. Der Belgier würde nach dieser Spielzeit wieder Platz machen für den 24-Jährigen, der aus Achim stammt.

Casteels war in Hoffenheim nach seinem Schienbeinbruch im April ins Abseits geraten. Der Club holte den Freiburger Oliver Baumann als Nummer eins und ist auch dahinter gut besetzt. Casteels schaffte es in dieser Saison trotz Genesung nicht mehr in den Kader. „Ich habe bei Hoffenheim sehr viel gelernt, aber ich konnte mich nicht mehr weiterentwickeln“, meinte der 1,96 Meter große Keeper: „Nun liegt es an mir, mich woanders wieder neu zu beweisen. Garantien habe ich bei meinem neuen Club nicht bekommen, aber Spielchancen wird es in jedem Fall geben.“

Koen Casteels wird also angriffslustig nach Bremen kommen. Er wird Wolf als Nummer eins attackieren, um sich für sein späteres Engagement in Wolfsburg in eine gute Position zu bringen. Für Werder bleibt ein kleines Risiko: Sollte sich Casteels durchsetzen und dann überragend halten, wäre der Verlust im Sommer groß. Aber der Klassenerhalt wohl geschafft – und nur der zählt in dieser Saison.

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