Heute Gespräch mit Baumann

Cesar will Ailton zum Berater machen

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Julio Cesar verfolgte den Ailton-Abschied von der Seitenlinie aus.

Bremen - Bei der Frage nach Ailtons Zukunft zögerte Julio Cesar kurz mit der Antwort, um dann offen und ehrlich die Lage zu analysieren. „Trainer? Keine Chance! Manager? Keine Chance! Er sollte es wie ich machen: Spielerberater“, lautete der Rat des 51-Jährigen – garniert mit einem Angebot: „Ich helfe ihm gerne noch einmal.“

So wie 1999. Cesars Wechsel an die Weser war damals ein echter Coup. Der Club hatte den Brasilianer wegen großer Verletzungssorgen in der Abwehr kurzfristig aus Athen zurück in die Bundesliga geholt. Ausgestattet mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag, schließlich war der Ex-Dortmunder schon 36 Jahre alt. Noch wertvoller als auf dem Platz war Cesar aber offenbar als Ailton-Stütze. Der Stürmer hatte eine fürchterliche Saison hinter sich, galt schon als Transferflop. „Als ich kam, saß er auf der Tribüne. Er hatte große Probleme mit der Fitness. Ich habe viel mit ihm gesprochen und viel mit ihm trainiert“, erinnert sich Cesar und stellt durchaus stolz fest: „Danach lief es besser für ihn.“ In 29 Bundesliga-Spielen traf Ailton zwölfmal.

Cesar verließ Werder nach einem Jahr wieder, seine Mission war beendet. Geblieben ist eine dicke Freundschaft mit Ailton. Der 41-Jährige bedankte sich bei seiner Abschiedsrede im Weserstadion bei zwei Personen: Thomas Schaaf und eben Julio Cesar. „Er hat ein großes Herz“, sagt Cesar, der die Reise nach Bremen auch beruflich nutzt. Heute trifft er sich mit Frank Baumann, Direktor Profi-Fußball bei Werder, um ihm ein paar brasilianische Spieler vorzustellen. Ob ein neuer Ailton dabei ist, wollte Cesar nicht verraten.

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