Hess-Grunewald räumt mit Gerüchten auf

Plädoyer für Eichin

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Streicheleinheiten für den Kollegen Thomas Eichin, harte Kante für die Bremer Politik: Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald bezieht Stellung.

Zell Am Ziller - Erst Klaus Filbry, nun Dr. Hubertus Hess-Grunewald: Die Werder-Geschäftsführer kämpfen um einen Verbleib ihres Kollegen Thomas Eichin. „Er tut uns gut“, sagt Hess-Grunewald über den Sportchef, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft und noch immer nicht vom Aufsichtsrat verlängert wurde.

Über die Gründe dafür ist schon viel spekuliert worden. Und eine Geschichte dabei bringt Hess-Grunewald ziemlich in Rage: „Es ist eine Mär, dass Thomas zu ruppig zu seinen Mitarbeitern sein soll. Thomas ist direkt, er ist klar, er ist aber auch wertschätzend und nicht verletzend.“ Ebenso sei es falsch, zu behaupten, Aufsichtsrat und Eichin würden nicht verhandeln und es hätte nur ein Gespräch gegeben. „Es gab schon mehrere Gespräche, und es werden jetzt konkrete Dinge im Vertrag bearbeitet“, sagt der 54-Jährige. Und er rechnet damit, dass im Zillertal ein weiteres folgt, obwohl Aufsichtsratschef Marco Bode das im Vorfeld aus Zeitgründen ausgeschlossen hatte.

Von außen betrachtet wirkt es schon wie eine Hängepartie. Doch auch da widerspricht Hess-Grunewald, der bis Ende vergangenen Jahres selbst im Aufsichtsrat gesessen und entsprechende Verhandlungen geführt hat. „Ich habe drei Verträge von Klaus Allofs verlängert. Bei der letzten Verlängerung haben wir acht oder neun Mal zusammengesessen. In jedem Gespräch haben wir uns angenähert, aber es hat trotzdem gedauert.“ Und zwar bis zum vierten Advent 2011, sechs Monate später wäre Allofs’ Vertrag ausgelaufen. Da ist der Vorlauf bei Eichin immer noch größer. Hess-Grunewald befürchtet deshalb auch keine Beschädigung von Eichin, ohnehin geht er fest davon aus, dass der Sportchef noch lange in Bremen bleibt: „Alles andere wäre eine sehr große Überraschung für mich.“

Es gehe halt wie immer in Vertragsverhandlungen um zwei entscheidende Dinge: Geld und Laufzeit. „Dass Thomas Eichin die Vorstellung geäußert hat, mehr zu verdienen als jetzt, ist absolut legitim“, findet Hess-Grunewald. Er kann aber auch das Zögern des Aufsichtsrats verstehen. Die Verhandlungsführer Marco Bode als Ex-Profi und Marco Fuchs als Unternehmer hätten vielleicht „einen anderen Blick auf die Dinge als damals Willi Lemke und ich“ und dadurch mehr Gesprächsbedarf.

kni

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