Hess-Grunewald jagt Ticket-Sünder

Die Rettung der Heimspiel-Atmosphäre

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Hubertus Hess-Grunewald

Bremen - „Maßlos“, sagte Hubertus Hess-Grunewald, habe er sich zuletzt in so manchem Heimspiel geärgert. Wenn in der Westkurve oder auf der Südtribüne mehr blau-weiße, rote oder schwarz-gelbe Trikots als grün-weiße zu sehen waren, dann müsse man sich fragen: „Wie kommt das?“ Die Antwort ist leicht: Es gelangen zu viele Heimtickets in die Hände von Gäste-Fans – speziell, wenn die Bayern, Dortmund oder Schalke in Bremen gastieren. Abhilfe zu schaffen, ist dagegen schwer. Geschäftsführer Hess-Grunewald hat sich genau das nun aber zum Ziel gesetzt. Es geht ihm um nichts weniger als die Rettung der Heimspiel-Atmos-phäre im Weserstadion.

„Vielleicht kriegen wir das in Zukunft besser kontrolliert“, hofft der 55-Jährige, der bereits seit einiger Zeit Maßnahmen prüft. Der Tickethandel über Internet-Auktionshäuser wird, weil er gegen die Allgemeinen Ticketbedingungen verstößt, ohnehin schon kontrolliert und verfolgt. „Da gehen wir konsequent hinterher und haben schon etliche Leute mit Hilfe von Anwälten abgemahnt, weil wir sonst keinen Grund da reinkriegen“, sagt der Werder-Präsident, selbst studierter Jurist. Wer erwischt wird, muss nicht selten eine Unterlassungsgebühr zahlen – 1000 Euro können dann fällig werden.

Auch der eigene Internetverkauf kommt auf den Prüfstand. Dass Dauerkarteninhaber ein Spieltagsticket unter Freunden, Nachbarn etc. weiterreichen, ist dagegen kaum bis gar nicht zu kontrollieren. Zumal es völlig legal ist, wenn der Verkäufer keinen finanziellen Reibach machen will. Hess-Grunewald vermutet mitunter aber das Gegenteil, denn längst haben seine Mirarbeiter Wiederholungstäter ausgemacht: „Es sind komischerweise immer die gleichen Plätze, die fremdbesetzt sind. Diesen Dingen müssen wir jetzt nachgehen. Das ist aber schwierig und geht nicht von heute auf morgen.“

csa

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