U 23-Coach heute nicht mit dem Team in Oberhausen / „Leichte Unregelmäßigkeiten im Herzbereich“

Herzprobleme: Sorge um Thomas Wolter

Die Gesundheit geht vor: Thomas Wolter muss eine Auszeit unbekannter Länge nehmen. ·

Bremen - Die Nachricht überrascht – und ja, sie schockiert auch. Thomas Wolter, Trainer der Bremer U 23, kann seinen Job im Augenblick wegen gesundheitlicher Probleme nicht ausüben.

In einer Mitteilung des Vereins heißt es, dass bei einer Routineuntersuchung „leichte Unregelmäßigkeiten im Herzbereich festgestellt“ worden seien. Weitere Untersuchungen sind erforderlich. Wolter (47) fuhr deshalb gestern nicht mit dem Tabellenletzten zum Drittliga-Auswärtsspiel bei RW Oberhausen. Das Team wird heute (Anstoß 14.00 Uhr) von Co-Trainer Frank Bender betreut.

„Das ist sicherlich eine ungewohnte Situation für uns alle. Wir haben in den letzten zehn Jahren bei jedem Spiel zusammen auf der Bank gesessen“, sagte Bender und wünscht sich von den Spielern einen Sieg für den Trainer: „Thomas Wolter hat die Mannschaft bislang immer unterstützt, gelenkt und sich für jeden einzelnen Spieler eingesetzt. Jetzt hat das Team die Chance, es ihm mit einem couragierten Auftritt zurückzuzahlen.“

Wie ernsthaft die Probleme bei Ex-Profi Wolter (ein Länderspiel) sind und wie lange er aussetzen muss, werden die genaueren Untersuchungen zeigen. In Werders Nachwuchsabteilung sind die Verantwortlichen bemüht, die Aufregung in Grenzen zu halten. Während Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer die Pause als „reine Vorsichtsmaßnahme“ bezeichnet, ist sich Nachwuchsdirektor Uwe Harttgen sicher, dass Thomas Wolter schon bald wieder arbeiten wird. „Jeder, der Thomas Wolter kennt, weiß, wie schwer es für ihn ist, gerade in dieser schwierigen Situation nicht bei der Mannschaft sein zu können“, sagte er und ergänzte: „Aber die Gesundheit steht nun einmal an vorderster Stelle.“

Ähnliches hatte am Tag zuvor auch Schalke-Chef Clemens Tönnies nach dem Rücktritt von Trainer Ralf Rangnick geäußert. Der 53-Jährige legt wegen eines Burnouts eine vermutlich längere Pause ein. Bei Wolter sei die Situation aber eine andere, erklärte Werder-Mediendirektor Tino Polster: „Das kann man nicht vergleichen.“ Wolter, seit 2002 Nachwuchs-Cheftrainer bei Werder, habe keinen Burnout. · csa

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