Herzogs Rat an Arnautovic

A. Herzog

Bremen - Ein Gast schaute gestern Nachmittag beim Bremer Training vorbei: Andreas Herzog, Werder-Legende und derzeit Trainer der U 21-Nationalmannschaft Österreichs, besuchte seinen ehemaligen Club.

Klar, dass der 42-Jährige besonders seinen Landsmann Marko Arnautovic (21) unter die Lupe nahm. „Marko hatte das Pech, dass er in eine Mannschaft kam, in der es nicht so gut lief“, meinte Herzog. Er stellte aber auch fest: „Er hat sein Potenzial noch längst nicht abgerufen.“ Arnautovic sei ein sehr guter Spieler, „doch er muss sein Glück auch erzwingen. Es wird höchste Zeit, dass er zeigt, was er drauf hat“, forderte der ehemalige Werder-Star.

Dass die Bremer derzeit ein Auge auf Spielmacher Zlatko Junuzovic (23) von Austria Wien geworfen haben, kann Herzog nachvollziehen. „Er ist ein technisch starker und sehr lauffreudiger Mittelfeldspieler“, urteilte Herzog. Wichtig sei aber die Erwartungshaltung, sollte Werder den österreichischen Nationalspieler verpflichten. „Er ist nicht der neue Diego oder der neue Özil. Aber er hat das Zeug dazu, sich in der Bundesliga durchzusetzen.“

Das Spiel gegen Schalke heute Abend wird sich Herzog im Stadion anschauen – und verriet grinsend: „Ich wünsche mir ein 4:3 für Werder. Der Tim Wiese mag das sicher nicht gern hören, aber dann sehen wir ein tolles Match.“ · flü

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