Werder auf dem Höhenflug – das sagen die Ex-Stars

Bremen - Werder Bremen befindet sich im Höhenflug. Wie bewerten Ex-Stars des Vereins die Lage? Einige Stimmen:

Andreas Herzog (46 Jahre, von 1992-1995 und 1996-2001 bei Werder) 

„Momentan ist es wunderschön zu sehen, wie gut die Mannschaft spielt. Der Aufschwung ist bemerkenswert. Die nächsten drei, vier Spiele sind richtungsweisend. Wenn die Mannschaft da gut rüberkommt, kann sie am Ende vielleicht an der Europa League schnuppern. Mit den fünf Siegen am Stück hat das Team bewiesen, dass es zur Qualität zurückgekehrt ist. Anfang des Jahres habe ich noch gedacht: Oje, das kann richtig eng werden. Ich habe auch keinen gesehen, der das Ruder hätte rumreißen können. Aber jetzt ist alles anders, bei den Spielern ist das Selbstvertrauen zurück, vieles geht auf einmal leichter.“

Tim Borowski (34, von 1999-2008 und 2009-2012 bei Werder)

„Bei mir herrscht pure Freude. Die Mannschaft reitet auf einer Welle der Euphorie, es macht richtig Spaß. Die Trainer haben in der Winterpause an den richtigen Stellschrauben gedreht, die Jungs auf ihre Spielidee getrimmt. Sie machen es einfach gut.

Aber der Spielplan hält noch harte Brocken für Werder parat. Realistisch gesehen muss mit Rückschlägen gerechnet werden. Jetzt schon von Europa zu träumen, ist verfüht.“

Ivan Klasnic (35, von 2001-2008 bei Werder)

Ivan Klasnic

„Es freut mich richtig, wie es läuft. Viktor Skripnik und sein Trainerteam machen eine gute Arbeit. Die Mannschaft hat Spaß am Fußball, das ist das Wichtigste. Mit Spaß schaffst du auch Siege, an die du vorher gar nicht geglaubt hast. Aber bitte nicht vergessen: Mit zwei, drei Niederlagen am Stück stehst du wieder unten drin. Die Euphorie sollte im Moment deshalb nicht zu hoch geschraubt werden. Es soll niemand denken: ,Nächste Saison greifen wir richtig an, dann geht’s Richtung Champions League.‘ Das wäre überzogen. Aber Hut ab: Im Moment macht Werder alles richtig.“

Uwe Reinders (60, von 1977-1985 bei Werder)

„Zu Beginn der Saison habe ich Angst gehabt um Werder, aber jetzt haben sie einen Knall losgelassen, der ist schon bombig. Die fünf Siege hintereinander sind sensationell, das konnte man nicht erwarten. Ich glaube sogar, dass der Aufschwung nachhaltig ist. Der Mannschaftsgeist wächst immer weiter, die Truppe hält zusammen. Und alles, was vorher war, auch die Zeit unter Robin Dutt, ist Schnee von gestern.“

Frank Rost (41, von 1992-2002 bei Werder)

„Die Bundesliga ist immer nur eine Momentaufnahme. Die Jungs sollten die fünf Siege, die sie geschafft haben, jetzt genießen. Im Tagesgeschäft Profi-Fußball sollte man aber nicht zu euphorisch werden. Ich gehöre nicht zu den Hellsehern, weiß nicht, wie nachhaltig der Aufschwung sein wird. Das ist auch von vielen Faktoren abhängig. Wenn zum Beispiel Franco Di Santo länger ausfällt, wäre das eine große Schwächung.“

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

Mehr zum Thema:

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Meistgelesene Artikel

Wenn die Kette pendelt: Nouris Defensiv-Konzept

Wenn die Kette pendelt: Nouris Defensiv-Konzept

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Kommentare