Gegen Wolfsburg kann der große Schlag gelingen – die Fans müssen mitspielen

Mit Herz und Hilfe

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Animateur der Fans: Clemens Fritz wünscht sich heute die volle Rückendeckung von den Rängen. ·

Bremen - Jetzt ist die große Chance gekommen: Weil der FC Augsburg gestern Abend mit 0:1 bei Borussia Mönchengladbach verlor, kann Werder Bremen heute zum ersehnten Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf ausholen.

Mit einem Heimsieg im brisanten Duell mit dem VfL Wolfsburg (18.30 Uhr - Im Liveticker auf Kreiszeitung.de) würde die Schaaf-Elf nicht nur ihren Ex-Manager Klaus Allofs überholen, sondern auch den Vorsprung auf Augsburg und den Relegationsplatz wieder auf acht Punkte ausbauen – das wäre bei noch vier verbleibenden Spielen fast schon die Rettung.

Aber zwischen dieser von Hoffnung getragenen Rechnung und der Realität liegen noch 90 Minuten. 90 Minuten, in denen Werder alle, wirklich alle Kräfte mobilisieren muss und will – inklusive der eigenen Fans. „Wir sind in einer schwierigen Phase und brauchen jetzt mehr denn je die Unterstützung von den Rängen“, plädiert Kapitän Clemens Fritz an den eigenen Anhang. Der soll anfeuern, antreiben, nach vorne peitschen – aber bitte nicht pfeifen, wenn auf dem Platz etwas daneben geht. „Das verunsichert unsere junge Mannschaft nur noch mehr“, meint Fritz, der nach vier Spielen Pause wegen einer gebrochenen Rippe ins Team zurückkehrt.

Er will, das macht er deutlich, nicht nörgeln, nicht kritisieren. Nur bitten. „Die Fans sind genauso unzufrieden mit der Situation wie wir. Ich verstehe den Unmut, aber während des Spiels tut er uns nicht gut.“

Die Bilder vom Abschlusstraining

Ignovski und Ekici nicht im Kader

Nun ist es freilich nicht so, dass Werder in den vergangenen vier sieglosen Heimspielen gnadenlos niedergebrüllt worden wäre. Aber in der sensiblen Situation entwickeln offenbar schon wenige Pfiffe und Buh-Rufe nach misslungenen Aktionen eine große Wirkung. Sebastian Prödl hat sich des Themas auf seiner persönlichen Homepage (sebastianproedl.com) angenommen, die Situation aus Sicht eines Spielers geschildert. Das Echo reicht von Verständnis bis Häme. Dabei will er doch nur dies sagen: „Es herrscht eine Riesenspannung bei den Medien, bei den Fans und auch in der Mannschaft. Wir müssen deshalb alle an einem Strang ziehen. Die junge Mannschaft braucht es, gepusht zu werden. Ich hoffe doch, dass die Fans ins Stadion kommen, um uns zu helfen – nicht, um uns zu schaden.“

Geschadet hat sich Werder selbst schließlich schon oft genug in dieser Saison, die zu einer Saison der Enttäuschung und Angst geworden ist. Beim Frust wird es auch bleiben, wenn die Bremer heute nach acht Spielen endlich wieder einen Sieg landen sollten. Doch die Angst vor dem Abstieg wäre wohl vertrieben. Und nebenbei weitergereicht an den VfL Wolfsburg mit seinen Bremen abtrünnig gewordenen Stars Diego und Naldo sowie Manager Klaus Allofs.

Als sie noch alle zusammen an der Weser wirkten, spielte Werder in der Champions League, gewann 2009 den DFB-Pokal. Damit speziell Diego heute nicht zum Totengräber der Bremer Hoffnung wird, muss sich Werder schon etwas einfallen lassen. „Wenn er einen guten Tag hat, ist er kaum auszuschalten“, sagt Ex-Kollege Fritz. „Er kann immer noch ein Spiel allein entscheiden“, warnt Prödl. Gegenmittel? „Räume eng machen, aggressiv attackieren – das mag er nicht“, meint der Österreicher. · csa/kni

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