Marko Arnautovic sagte Kiew ab, weil er es bei Werder so schön findet

Herz und Hände in grün-weißen Ketten

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Das Weserstadion bleibt seine Heimat. Marko Arnautovic will seine gute Entwicklung bei Werder fortsetzen. ·

Bremen - Natürlich beansprucht Marko Arnautovic die gute Tat für sich. Er war es, der Dynamo Kiew den Strom abgedreht hat, meint der Österreicher: „Schließlich bin ich derjenige, der Ja oder Nein sagen muss.“

Und er hat das Nein gewählt, hat den ukrainischen Rekordmeister im Werben um seine Dienste abblitzen lassen. Wie es zuvor Werder getan hatte. Der Club schlug das Acht-Millionen-Euro-Angebot rigoros aus. Weshalb die Sache auch so gesehen werden kann: Arnautovic waren die Hände gebunden, er hatte keine Chance zu gehen, musste Nein sagen.

Doch das war es nicht, was zur Absage geführt hätte, beteuert der 23-Jährige. Vielmehr ist es so, dass nicht nur seine Hände, sondern auch sein Herz in grün-weißen Ketten liegt. Arnautovic: „Ich will den Leuten sagen, dass Werder für mich nicht nur irgendein Club ist. Ich bin nicht nach Bremen gekommen, um hier ein bisschen zu spielen und dann wieder wegzugehen. Diese Mannschaft liegt mir am Herzen, und ich bin froh, hier spielen zu dürfen.“

Diese Aussage darf als Ergebnis tagelanger Überlegungen und emotionaler Nachforschungen gesehen werden. Denn selbstverständlich hat ihn das „Mega-Angebot“ (Zitat Bruder Danijel) aus Kiew mit angeblich drei Millionen Euro Jahresgehalt beschäftigt. „Das lässt man sich durch den Kopf gehen. Es ist ja auch ewas Gutes, wenn ein anderer Verein Interesse zeigt. Dafür kann ich nur Dank sagen an Dynamo Kiew“, meint der österreichische Nationalspieler. Aber da ist eben Werder, da ist eben Thomas Schaaf. Der Trainer, sagt Arnautovic, habe „großen Anteil“ an seiner persönlichen Entwicklung: „Alle hier bei Werder haben mir sehr geholfen, mich auf den richtigen Weg zu bringen.“ Deshalb will er bleiben, deshalb will er den Bremern ein deutlich dickeres Danke entgegenbringen als den Ukrainern. „Meine Entwicklung in Bremen ist gut. Und ich will meine Entwicklung hier fortsetzen“, so Arnautovic.

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Vom Problemprofi, der häufiger die Fettnäpfchen als das Tor traf, hat er sich in der Hinrunde der laufenden Saison tatsächlich zum Leistungsträger gemausert. Stromlinienförmig ist er dabei nicht geworden, er wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch immer einer bleiben, der hin und wieder aneckt. Aber Marko Arnautovic ist mittlerweile klar fokussiert auf die beiden großen „F“ in seinem Leben: Fußball und Familie. Seine Frau Sarah und die kleine Tochter Emilia hätten bei der Entscheidung auch eine große Rolle gespielt, meint Arnautovic: „Wir haben uns beraten und schnell entschieden. Ich bin glücklich damit und froh, dass die Sache jetzt vom Tisch ist. Der Druck war ziemlich groß.“

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Die Frage, die bleibt, ist: War die Entscheidung gegen Dynamo Kiew nur ein Nein für einen Verein mit überschaubarer Attraktivität oder eine Entscheidung für eine langfristige Zukunft in Bremen? Im Sommer öffnet das Transferfenster wieder, und Coach Schaaf hat bereits durchblicken lassen, dass er dann mit neuen Vorstößen größerer Clubs Richtung Marko Arnautovic rechnet. Es sei denn, der Angreifer verlängert seinen bis 2014 datierten Vertrag in Bremen vorzeitig. Eine denkbare Variante? „Wenn unser neuer Sportdirektor Thomas Eichin auf mich zukommt, wird man sehen, was dabei herauskommt. Ich werde mit den Verantwortlichen reden. Ich bin ja hier, ich bin bereit“, sagt Arnautovic. · csa

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