Mielitz’ Reaktion auf die Wiese-Sprechchöre

„Helden werden eben gefeiert“

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Sebastian Mielitz

Bremen - Die unbequemen Fragen mussten kommen. Zum Beispiel, wie er sich denn gefühlt hat, als sein Vorgänger Tim Wiese bei Torsten Frings’ Abschiedsspiel am Samstag von den Bremer Fans („Wiese für Werder“) so heftig gefeiert wurde.

Sebastian Mielitz hätte schweigen können, aber das tat Werders neue Nummer eins nicht. „Es freut mich für Tim, er hat hier große Verdienste gehabt. Und es ist doch normal, dass die Fans bei einem solchen Spiel eben ihre Helden feiern. Ich würde das nicht so hoch hängen“, sagte Mielitz, der versuchte, ganz nüchtern zu wirken. Die Anspannung bei diesem heiklen Thema war dem 24-Jährigen, der am Samstag im Stadion saß, allerdings deutlich anzumerken.

Ob er die Wiese-Sprechchöre als Misstrauensvotum gegen sich selbst versteht? „Überhaupt nicht“, erwiderte Mielitz: „Es ist so, dass Tim einen Vertrag in Hoffenheim hat und ich bei Werder die Nummer eins bin. Ich stehe voll auf Werders Seite – und denke, das tun die Fans auch.“ Seine Konzentration gelte nun dem Spiel am Samstag gegen Frankfurt, betonte „Miele“: „Da bereite ich mich vor wie immer.“

Eine Rückholaktion von Publikumsliebling Wiese ist ohnehin nur sehr schwer vorstellbar. Erstens verdient der ehemalige Nationaltorhüter, der nach seiner Karriere in Bremen leben will, bei 1899 Hoffenheim richtig gut (geschätzte 3,5 Millionen Euro im Jahr bei einem Vertrag bis 2016). Und zweitens haben sowohl Trainer Robin Dutt als auch Sportchef Thomas Eichin ihrem Stammkeeper Mielitz schon mehrfach deutlich das Vertrauen ausgesprochen. Eichin hat sogar angekündigt, den bis 2014 laufenden Vertrag bald verlängern zu wollen. mr

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