Werder kann heute „alles klarmachen“ – aber Dortmund kündigt Widerstand an

Die heikle Meisterprüfung

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Da geht's lang. Torsten Frings gibt vor seinem möglicherweise letzten heimspiel die Richtung vor

Bremen - Glückwünsche und Präsente gibt’s heute nur bis 15.30 Uhr. Pünktlich ab halb vier will Werder dem neuen Meister Borussia Dortmund dann gar nichts mehr schenken, stattdessen selbst zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Im letzten Heimspiel der Saison geht es darum, den Klassenerhalt perfekt zu machen und dem zuletzt nicht gerade verwöhnten Publikum im Weserstadion noch mal ein bisschen Freude zu machen.

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„Unsere Devise ist: Alles klarmachen – so einfach ist das. Wir müssen das Ding machen!“, sagt Sportchef Klaus Allofs und fordert: „Die Mannschaft darf keinen Zweifel daran lassen, dass sie den Klassenerhalt jetzt schaffen will.“

Und genau das haben die Bremer Profis vor. „Es wird Zeit, dass das Zittern ein Ende hat“, meint Kapitän Torsten Frings, der heute möglicherweise sein letztes Heimspiel für Werder bestreitet. Stürmer Sandro Wagner und Marko Marin versprechen dem Meister schon mal einen ungemütliche Nachmittag: „Dortmund kann einen eingeschworenen Haufen erwarten. Wir haben es in der eigenen Hand und wollen dieses Endspiel gewinnen“, betont Stürmer Wagner. Und Mittelfeldmann Marin kündigt an: „Wir werden Dortmund bekämpfen und so unter Druck setzen, dass sie gar keine Lust haben, ihr Spiel aufzuziehen.“

Klingt vielversprechend, allerdings haben die Bremer ihre letzten sieben Heimspiele nicht gewonnen (zwei Niederlagen, fünf Unentschieden) und stehen angesichts der noch nicht perfekten Rettung ordentlich unter Druck. „Damit kommen wir aber klar“, versichert Marin und ergänzt: „Es wäre schön, wenn wir den Klassenerhalt vor eigenem Publikum sichern könnten.“

Die Borussen werden jedoch versuchen, das zu verhindern und sich noch mal reinhängen. Das sagen sie selbst – und damit rechnen auch die Bremer. „Ich erwarte eine Dortmunder Mannschaft, die das zeigt, was sie über die gesamte Saison gezeigt hat: gutes Spiel, starke Leistung“, meint Werder-Coach Thomas Schaaf. „Der BVB ist bis oben hin voll mit Selbstvertrauen“, weiß Allofs: „Alle, die denken, dass wir Geschenke bekommen, liegen falsch.“

Was der Bremer Boss mutmaßt, bestätigt der Dortmunder Trainer prompt. „Wir wollen beweisen, dass es keines übergeordneten Ziels neben den drei Punkten bedarf, um sich alles abzuverlangen“, sagt Jürgen Klopp: „Den Fairplay-Gedanken brauchen wir nicht gesondert zu erwähnen. Uns ist klar, dass es für Werder um viel geht.“

Wie der Coach denken offenbar auch die Spieler des Meisters. Mittelfeldmann Kevin Großkreutz kündigte in der Tageszeitung „Die Welt“ schon mal energischen Widerstand an: „Ich möchte versichern, dass wir uns für den Rest der Saison noch mal richtig zusammenreißen werden. Wir werden die zwei Spiele nicht abschenken. Das würde sich nicht gehören und nicht zum Charakter der Mannschaft passen.“

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