Schaaf und Rehhagel nahezu emotionslos

Nur ein Hauch von Nostalgie

Lang, lang ist’s her: Trainer Otto Rehhagel wechselt Spieler Thomas Schaaf ein – dieses Bild ist rund 30 Jahre alt. Insgesamt arbeiteten die beiden 14 Jahre erfolgreich bei Werder Bremen zusammen.

Bremen - Wenn man die beiden so reden hört, denkt man, es stünde ein stinknormales Bundesligaspiel auf dem Programm. Sowohl der Bremer Thomas Schaaf als auch sein Berliner Trainerkollege Otto Rehhagel geben sich alle Mühe, das große Wiedersehen morgen (15.30 Uhr) im Olympiastadion klein zu halten.

„Ich muss mich von all diesen Dingen freimachen und mich professionell verhalten. Und das tue ich auch“, sagte Rehhagel gestern. Schaaf und Werder-Sportchef Klaus Allofs, den er einst ebenfalls unter seinen Fittichen hatte, seien „für immer meine Freunde“, betonte der 73-Jährige. Das war’s dann aber auch schon, mehr wollte sich Rehhagel nicht über seine glorreiche Werder-Vergangenheit entlocken lassen.

Werders Wiedersehen mit Otto Rehhagel

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Ähnlich zurückhaltend gab sich zeitgleich im rund 400 Kilometer entfernten Bremen der Werder-Cheftrainer. Angesprochen auf die zu erwartenden Emotionen beim Treffen mit dem Ex-Coach, sagte Schaaf staubtrocken: „Es ist nicht so, dass wir uns 30 Jahre nicht gesehen haben und mir die Tränen kommen würden, wenn wir aufein-ander zulaufen.“ Ihm war nicht ganz wohl dabei, dass es bei der Pressekonferenz hauptsächlich um Rehhagel und ihn ging. Und dann war der 50-Jährige auch noch Einzelkämpfer. Weil Sportchef Klaus Allofs mit einem Infekt zu Hause geblieben war, musste Schaaf alle Fragen selbst beantworten.

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Dabei räumte er immerhin ein, dass er sich auf Samstag und auf Rehhagel freut: „Die Begrüßung wird natürlich anders sein als bei einem Kollegen, den ich zum ersten Mal sehe. Wenn man 14 Jahre zusammengearbeitet hat, hat man natürlich einen sehr persönlichen Kontakt. Wir haben uns über die Jahre immer wieder getroffen und uns ausgetauscht.“

Wie Werder-Stürmer Marko Arnautovic gestern verriet, tauchte Rehhagel hin und wieder im Parkhotel auf, wenn sich die Bremer dort auf ihre Heimspiele vorbereiteten. „Ein guter Mann, nett und ganz lustig“, findet Arnautovic.

Vor dem direkten Duell herrscht aber Funkstille zwischen Schaaf und Rehhagel. Und wenn die beiden danach wieder miteinander sprechen, wird sich der Jüngere mit Tipps gewiss zurückhalten. Schaaf: „Ich werde mich hüten, Otto irgendwelche Ratschläge zu geben.“ · mr

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