Werder zieht die U 23 zu den Profis / Fischer setzt auf „enge Bindung“

Das Aus für Harttgen

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Uwe Harttgen

Bremen - Wenn Zwei sich streiten, kommt es auch mal zur Trennung – so wie bei Werder Bremen und Uwe Harttgen.

Der Bundesligist und der Direktor des Leistungszentrums (seit 2011 in diesem Amt, von 2007 bis 2011 Nachwuchsmanager) gehen ab sofort getrennte Wege, weil es unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung der Nachwuchsförderung gab. Die Bremer Geschäftsführung hat entschieden, die U 23 (derzeit Regionalliga) ab der kommenden Saison dem Profibereich zuzuordnen. Ex-Werder-Profi Harttgen, der gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, wollte dies offenbar nicht.

„Nach einer intensiven Analyse sind wir in der Geschäftsführung zu dem Ergebnis gekommen, dass wir durch die Veränderung die Durchlässigkeit für junge Talente optimieren können. Unsere jungen Spieler sollen künftig besser wissen, wo sie hingehören“, erklärte der für das Leistungszentrum zuständige Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.

Derzeit gibt’s bei Werder II keine klare Zuteilung. Einige Spieler haben Profiverträge und trainieren auch bei Chefcoach Thomas Schaaf, andere eben nicht. „Damit waren wir nicht mehr zufrieden“, sagte Fischer, der durch die Umstrukturierung auch einen besseren Austausch zwischen den Teams erwartet: „Wenn es diese enge Bindung, wie wir sie jetzt planen, schon früher gegeben hätte, dann wären Spieler wie Dennis Diekmeier (jetzt Hamburger SV, Anm. d. Red.) oder Max Kruse (SC Freiburg) heute noch bei Werder. Da bin ich mir sicher.“ Ein kleiner Seitenhieb auf Ex-Sportchef Klaus Allofs, der oft lieber die großen Transfers machte. Dessen Nachfolger geht – auch aus finanziellen Gründen – andere Wege. Und das gefällt Fischer: „Für Thomas Eichin hat die Nachwuchsförderung eine größere Bedeutung.“ Die auslaufenden Verträge mit Özkan Yildirim (20) und Felix Kroos (22) will Eichin zum Beispiel unbedingt verlängern.

An Harttgen, dessen Job kommissarisch Ex-Profi Björn Schierenbeck (38/bisher Koordinator Leistungszentrum) übernimmt, gab es zum Abschied keine Kritik. Die Geschäftsführung bedankte sich für die „erfolgreiche Zusammenarbeit“ und wünschte dem 48-Jährigen „alles gute für seinen weiteren Weg.“ Harttgen bleibt Vorsitzender der Kommission Leistungszentren und Mitglied im DFB-Jugendausschuss. · mr/kni

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