Eljero Elia vor der Rückkehr nach Hamburg: „Mir zittern bestimmt nicht die Knie“

Harter Hund statt Weichei: „Pfiffe geben mir Power“

Eljero Elia rechnet mit einem eher unfreundlichen Empfang in Hamburg, doch die HSV-Fans hegen angeblich gar keinen Groll gegen ihn. ·

Bremen - Das schlechte Image stammt aus seiner Zeit beim Hamburger SV. Es besagt, dass Eljero Elia ein Sensibelchen ist – einer, der ständig Streicheleinheiten braucht, permanente Zuwendung benötigt. Ein bisschen Weichei eben. Und einer, der mit Kritik nicht umgehen kann. Speziell mit Pfiffen gegen ihn. Alles Unsinn? Ja, sagt Elia, und will am Wochenende den Beweis antreten.

Dann kehrt er anlässlich des „Liga-total-Cups“ das erste Mal seit seiner Demission vom HSV vor knapp einem Jahr in die Hamburger Imtech-Arena zurück. Er rechnet mit Pfiffen, aber das stört ihn nicht. Fast freut er sich schon drauf.

„Ich finde es gut, wenn alle rufen: Elia, du bist scheiße! Das gibt mir mehr Power“, sagt der Niederländer und macht den Eindruck, als ob er es ernst meint. Harter Hund statt Weichei? Die Hamburger wären wohl überrascht.

Aber vielleicht wird auch alles zu heiß gekocht, und die Beziehung zwischen Elia und den HSV-Anhängern ist entspannter als man glaubt. HSV-Supporters-Chef Ralf Bednarek kündigt jedenfalls an, dass Elia – von 2009 bis 2011 in Hamburg unter Vertrag – kein Spießrutenlauf erwartet: „Er ist nicht im Streit mit den HSV-Anhängern auseinandergegangen und wird nun ganz normal als Bremer zur Kenntnis genommen.“

Auch bei Elia sucht man die großen Emotionen vergeblich. Nachfragen nach dem besonderen Kribbeln vor dem Auftritt in Hamburg, beantwortet der 25-Jährige mit wiederholtem Schulterzucken. „Ich habe da keine Gefühle“, sagt er. Der HSV und Hamburg sind ein Stück seiner Vergangenheit – wie Twente Enschede, wie Juventus Turin. „Ich werde“, kündigt Elia an, „bestimmt nicht mit zitternden Knien auf dem Platz stehen – nein, das bin ich nicht.“

Aufregung spürt er nur aufgrund der sportlichen Herausforderung. Beim „Liga-total-Cup“ trifft Werder am Samstag im ersten Halbfinale auf Bayern München (18.35 Uhr), am Sonntag folgt Spiel zwei. Der Gegner wird entweder Double-Gewinner Borussia Dortmund oder eben der HSV sein. Es werden die ersten echten Standortbestimmungen in der Vorbereitung sein, meint Elia: „Jetzt kommen die großen Gegner. Jetzt können wir sehen, wo wir stehen.“

Natürlich wünscht sich der Flügelstürmer dabei das Duell mit dem Ex-Club – am liebsten im Finale (Sonntag, 18.35 Uhr), nicht im Spiel um Platz drei (16.45 Uhr). „Das wäre ein Nordderby – und das richtige folgt dann vier Wochen später. Da sehen wir uns ja schon wieder“, meint Elia mit Blick auf das Bundesliga-Duell am 1. September im Weserstadion. Bis dahin will er schon ein Stück seines Vorhabens umgesetzt haben: „Richtig durchstarten“, ist sein Ziel: „Und mich über Werder wieder für die Nationalmannschaft empfehlen.“

Davon ist er freilich noch ein großes Stück entfernt. Aber durch den Trainerwechsel in der niederländischen Nationalelf – Bert van Marwaijk ging, Louis van Gaal kommt – ist der Weg für den Bremer wieder frei. Elia: „Zu van Marwijk gab es zuletzt keinen Kontakt. Van Gaal kann für mich eine neue Chance sein.“ · csa

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