Hannover schießt Werder in die Krise

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Der Anfang vom Ende: Beim Eigentor von Clemens Fritz hat Tim Wiese das Nachsehen

Werder Bremen rutscht nach einer desaströsen Leistung weiter in die Krise: Der Champions-League-Teilnehmer kommt in der Fußball-Bundesliga einfach nicht in Fahrt. Die Bremer verloren am Dienstag das Nordderby bei Hannover 96 mit 1:4 (0:1) und kassierten damit bereits ihre dritte Saisonniederlage.

Die Tore zum Erfolg der 96er, bei denen Coach Mirko Slomka in seinem 100. Bundesliga-Spiel als Trainer seinen 50. Sieg feierte, erzielten vor 43 127 Zuschauern Clemens Fritz per Eigentor (11. Minute), Didier Ya Konan (53.), Christian Schulz (79.) und Mohammed Abdellaoue (90+1). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Werder-Kapitän Torsten Frings per Elfmeter gesorgt (36.).

Drei Tage nach der schwachen Darbietung beim 0:2 gegen Mainz zeigte Werder erneut eine enttäuschende Vorstellung. Die meisten Bremer Profis wirkten verunsichert, vor allem in der Abwehr, die erneut ohne Per Mertesacker und Naldo auskommen musste, offenbarten die Gäste große Probleme. Auf der linken Verteidigerseite agierte der 33-jährige Mikael Silvestre schwach und sein Pendant auf der rechten Seite, Fritz, verhalf Hannover mit einem misslungenen Abwehrversuch gar zur Führung. Einen Kopfball von Emanuel Pogatetz lenkte der Ex- Nationalspieler mit dem Oberschenkel ins eigene Netz. Keeper Tim Weise verhinderte mit guten Paraden eine höhere Niederlage.

Die Werder-Offensive, in der erstmals Sandro Wagner von Beginn an anstelle der zuletzt enttäuschenden Marko Arnautovic und Hugo Almeida spielte, agierte harmlos. Ohne Torjäger Claudio Pizarro gelang kaum eine Kombination, mit Einzelaktionen machten die Bremer den Gastgebern das Verteidigen einfach. Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Fritz die eine gute Chance hatte, aber an der Latte scheiterte. Bremen benötigte schon einen Elfmeter, um zum Ausgleich zu kommen. Etwas ungestüm rempelte 96-Verteidiger Pogatetz Fritz im Strafraum um. Frings verwandelte seinen 19. Werder-Elfmeter in Serie sicher. Die Hannoveraner standen in der Defensive gut, wirkten sicher und selbstbewusst. Mit viel Laufbereitschaft und Leidenschaft machten die 96er die Räume eng. Die starke Innenverteidigung, bei der Karim Haggui nach überstandener Verletzung und Pogatetz nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder in die Startelf rückten, hatte wenig zu tun. In der Offensive lauerten die Niedersachsen auf Gelegenheiten zum Kontern. Didier Ya Konan und Abdellaoue boten sich immer wieder an und kamen zu guten Möglichkeiten (32./42.). Nach einem Fehler von Philipp Bargfrede und einem schönen Pass von Manuel Schmiedebach schob Ya Konan den Ball eiskalt an Wiese vorbei zum 2:1. Schulz und Abdellaoue sorgten für den Endstand. Die Angriffsbemühungen der Bremer blieben ideenlos, auch als Werder-Trainer Thomas Schaaf in der Schlussphase Arnautovic und Almeida brachte.

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