Last-Minute-Tor von Huszti

Hannover zum achten Mal ungeschlagen: 3:2 gegen Werder

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Der Hannoveraner Jan Schlaudraff (l) und Werders Marko Arnautovic kämpfen um den Ball.

Hannover -  Von Michael Rossmann und Peter Hübner - Hannover 96 ist mit einem sensationellen Last-Minute-Tor auch im achten Pflichtspiel der noch jungen Saison ungeschlagen geblieben. Der niedersächsische Fußball-Bundesligist gewann am Samstag das Nachbarschafts-Duell gegen Werder Bremen mit 3:2 (2:1) und bleibt damit auch die Nummer eins im Norden.

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Hannover feierte den Heimsieg vor 49 000 Zuschauern nach Toren von Szabolcs Huszti (7., 90 +2) und Leon Andreasen (10.). Die Bremer, die in ihrem vierten Pflichtspiel der neuen Spielzeit bereits die dritte Niederlage kassierten, kamen nur zu Treffern von Aaron Hunt (26./Handelfmeter) und Kevin de Bruyne (74.). Dass Huszti Gelb-Rot nach seinem Siegtor sah, weil er im Jubel sein Trikot ausgezogen hatte, konnten die Hannoveraner verkraften.

Bilder vom Spiel

Hannover 96 gegen Werder Bremen - 3:2

Die Partie hielt, was die Statistik versprochen hatte, und bot gute Unterhaltung mit mehreren Toren. Seit dem Wiederaufstieg der Niedersachsen 2002 gab es in der AWD-Arena gegen Werder immer ein Spektakel mit durchschnittlich fünf Treffern pro Spiel. Beide Teams suchten auch dieses Mal den Weg nach vorne und boten ein packendes Derby mit vielen Emotionen.

Die allein in der Europa-League-Qualifikation bereits viermal siegreichen Gastgeber konnten ihren Traumstart nicht nutzen. Durch Husztis direkten Freistoß, den er gekonnt über die Mauer zirkelte, und Andreasens Kopfball nach Flanke des umtriebigen Ungarn schien Hannover bereits frühzeitig als der sichere Sieger festzustehen. Doch Werder kam zurück und war nahe am Punktgewinn.

Bilder vor dem Spiel

Hannover 96 gegen Werder Bremen - Bilder vorm Spiel

Die kurz geschockt wirkenden Bremer, bei denen kurzfristig Innenverteidiger Sebastian Prödl durch Assani Lukimya ersetzt werden mussten, kämpften sich wieder ins Spiel. Und sie nutzten den umstrittenen Elfmeter, als Mario Eggimann der Ball an die ausgestreckte Hand sprang: Hunt verwandelte - im Gegensatz zum Derby-Sieg gegen den Hamburger SV - den freien Schuss aus elf Metern im ersten Versuch zum Anschlusstreffer.

Die Hannoveraner, ohne den ehemaligen Bremer Christian Schulz sowie Christian Pander und Stürmer Mame Diouf, hatten es versäumt ihre Führung auszubauen. Sie fanden erst ganz zum Schluss wieder zu dem schnellen Spiel, mit dem sie Werder anfangs auseinandergenommen hatten.

Der Ausgleich wäre daher früher möglich gewesen. Werder dominierte das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit, drückte die Gastgeber in deren Hälfte. Spielerisch war wie schon in den beiden vorherigen Ligapartien ein deutliche Steigerung zur Vorsaison zu erkennen. Chancen durch Hunt (38.) und Marko Arnautovic (51.) blieben indes ungenutzt, ehe der von Chelsea ausgeliehene de Bruyne einen Pass von Eljero Elia aus knapp zwölf Metern zum 2:2 einschoss. Doch den Schlusspunkt setzte wieder Hannover: Huszti traf mit einem herrlichen Seitfallzieher zum umjubelten Sieg der Gastgeber, der die Bremer schockte. dpa

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