Bremer in Champions League gegen Inter Mailand, Tottenham Hotspur und Twente Enschede

Ein Hammerlos für Werder

Bremen - Von Arne Flügge · Das ist brutal! Werder hat in der Champions League ein Hammerlos erwischt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf muss sich in der Gruppe A mit Titelverteidiger Inter Mailand, dem englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur und dem niederländischen Meister Twente Enschede messen.

Das ergab die Auslosung gestern Abend in Monaco. „Eine sehr schwere Gruppe“, seufzte Werder-Boss Klaus Allofs, „aber auch eine sehr interessante.“

„Inter – das ist der Wahnsinn“, meinte Bremens Kapitän Torsten Frings, „ich hätte mir zwar lieber eine Topmannschaft gewünscht, die noch nicht da war. Aber gegen Inter zu spielen, ist einfach geil. Auch wenn’s unheimlich schwer wird.“ Enschede kenne man ja noch aus dem Vorjahr, „doch die deutsch-holländischen Duelle sind immer heiß“, weiß der Kapitän, der auch Tottenham als sehr gut einschätzt: „Wenn du in England Vierter wirst, dann hast du schon was drauf. Das ist eine schwere Gruppe, doch wir haben in der Champions League schon oft genug bewiesen, dass wir jeden schlagen können.“ Inter, so Frings, sei klarer Favorit. „Mit den anderen kämpfen wir dann um Platz zwei.“

Claudio Pizarro, der am Dienstag mit seinem Tor in der Verlängerung Sampdoria Genua rausgeschossen hatte, hat vor Mailand keine Angst. „Wir haben eine schwierige Gruppe erwischt. Aber ich denke, das Achtelfinale können wir trotzdem schaffen. Gegen italienische Mannschaften habe ich in der Vergangenheit fast immer getroffen, jetzt müssen wir schauen, wie es dieses Mal läuft. Auch wenn Inter letztes Jahr den Titel gewonnen hat – wir haben in der Vergangenheit schon gegen Mailand gewonnen.“

Freilich, doch das wird nicht immer gelingen – und daher war Trainer Thomas Schaaf nach der Auslosung ein wenig mulmig: „Es ist eine schwere, aber auch interessante Gruppe. Wir müssen top drauf sein, um sie zu überstehen.“

Trotz des Hammerloses muss das auch das Bremer Ziel sein. Linksverteidiger Sebastian Boenisch jedenfalls gab sich schon mal kämpferisch: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen und ins Achtelfinale einziehen.“

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