Hajrovic will „hier den Durchbruch schaffen"

Gekommen, um zu bleiben

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Izet Hajrovic will seinem ersten Tor weitere folgen lassen.

Bremen - Erstaunlich, was ein Tor so alles verändern kann! Izet Hajrovic hat am Sonntag eines geschossen – zum 2:2 in Paderborn. Gestern trat der Offensivmann mit richtig viel neuem Selbstbewusstsein auf – und ging auch verbal zum Angriff über: „Ich wusste, dass meine Zeit irgendwann kommt. Jetzt will ich den Durchbruch schaffen“, verkündete der 23-Jährige. Und zwar nicht irgendwo, sondern in Bremen: „Ich habe in den letzten zwei Jahren für drei Clubs gespielt. Es kann nicht sein, dass ich nun wieder wechsle – nur weil ich nicht so oft spiele“, meint der bosnische Nationalspieler – und stellt damit klar, dass er an einem vorzeitigen Vertragsende ebenso wenig interessiert ist wie an einer Ausleihe.

Denn „immer wieder ein neuer Verein, neues Umfeld, neue Mitspieler – das ist nicht gut“, verdeutlicht der im Sommer von Galatasaray Istanbul gekommene Hajrovic. Sein simpler Plan klingt vielversprechend: „Wenn ich hier erstmal eine oder zwei Super-Serien spiele, sieht die Welt schon wieder anders aus!“

Unklar, woher er plötzlich so viel Selbstvertrauen nimmt. Nur in 16 von 30 Liga-Spielen kam er zum Einsatz, zehn davon als Joker wie gestern in Paderdorn. „Er hatte hier echt schwere Monate“, sagt Teamkollege Sebastian Prödl über den Mann, der vorher meist als Rechtsaußen auflief. „Und diese Position gibt es in unserem System ja nicht.“

Doch Hajrovic versichert: „Ich habe mich angepasst und gelernt, welche Laufwege ich einhalten muss – egal, für welche Aufgabe ich reinkomme. Die Trainer reden viel mit mir und machen es mir einfacher.“ Weitere Sicherheit gewann er aus vielen Zusatztrainings, zu denen er sich selbst verdonnerte. Teils mit Werders Athletik-Coach Reinhard Schnittker, teils ganz allein – „mit Dribblings, Schüssen und Läuferischem, aber auch mit einem Kraftprogramm.“

Dementsprechend hatte es sich „angedeutet, dass der Trainer ihn bringt“, schilderte Sportchef Thomas Eichin am Sonntag in Paderborn: „Dass er einen starken linken Fuß hat, wissen wir.“ Und er versprach ihm „die Zeit, sich zu entwickeln“.

Izet Hajrovic will sie nutzen. Seine Sonderschichten, kündige er gestern an, „werde ich so weitermachen“.

ck

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