Ein Häuflein Tapferer ist trotzig optimistisch

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Auf Wesley (mitte) kommt am Sonntag wieder eine zentrale Aufgabe zu.

Bremen - Von Arne Flügge - Als sich der Mannschaftsbus heute Nachmittag in Richtung Leverkusen in Bewegung setzte, blieben viele Plätze leer. Mit nur 15 Profis ist Werder Bremen zum Bundesliga-Auswärtsspiel bei Bayer 04 (Sonntag, 17.30 Uhr / im Liveticker der Kreiszeitung) gefahren.

Kurz vor dem Abschlusstraining hatte Thomas Schaaf die nächste Hiobsbotschaft erhalten: Auch Tim Borowski muss mit einer Leistenverletzung passen. Somit stehen dem Bremer Trainer heute gleich zehn (!) Spieler (siehe Kasten) nicht zur Verfügung. Darunter zahlreiche Stammkräfte und Leistungsträger.

Schaaf flüchtete sich angesichts seiner spinnwebendünnen Personaldecke zunächst in Galgenhumor („Immerhin sind ja noch welche da“), ehe er trotzig sagte: „Wir jammern nicht rum, wir packen das an.“

Werders Rumpftruppe beim Abschlusstraining

Rumpftruppe beim Abschlusstraining

Freilich weiß auch der Bremer Coach, dass seiner Mannschaft durch die Ausfälle viel Qualität abhanden gekommen ist. „Uns fehlen die Alternativen, doch wir machen uns jetzt nicht verrückt“, erklärte der 49-Jährige: „Wir werden trotzdem eine Mannschaft aufs Feld schicken, die sich mit Leverkusen streiten kann.“

Borowski fällt ebenfalls aus:

Am Samstag traf Werder Bremen der nächste personelle Rückschlag: Auch Tim Borowski kann im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen nicht mitwirken, musste schon das Abschlusstraining sausen lassen. Eine Leistenverletzung macht einen Einsatz unmöglich. „Tim hat mir am Mittag ein Zeichen gegeben, dass es nicht geht“, erklärte Werder-Coach Thomas Schaaf. „Boro“ hatte am Morgen einen Lauftest absolviert, der dann negativ ausfiel. Wie lange 30-Jährige fehlen wird, ist noch unklar.

Wie die aussieht, darüber wollte der Werder-Trainer wie gewohnt noch keine Angaben machen, doch man muss kein Prophet sein, wie Werder heute aufläuft. Denn die Mannschaft stellt sich quasi von alleine auf. Vor Keeper Tim Wiese steht die Viererkette mit Petri Pasanen, Per Mertesacker, Sebastian Prödl und Mikael Silvestre. Davor eine „Doppelsechs“ mit Philipp Bargfrede und Wesley. Der Brasilianer wird wie schon gegen den HSV etwas vorgezogen agieren und – flankiert von Marko Marin und Aaron Hunt – das Spiel von hinten aufbauen. Vorn warten dann die Spitzen Hugo Almeida und Marko Arnautovic auf „Futter“.

Wichtig sei, so Mertesacker, die „schlimme sportliche, tabellarische und personelle Situation“ mit dem Anpfiff auszublenden und sich nur auf die 90 Minuten zu konzentrieren. „Auch wenn uns wichtige Spieler fehlen: Man kann von dieser Mannschaft erwarten, dass sie mit Leidenschaft auf dem Platz steht, dass sie sehr laufintensiv arbeitet, hochmotiviert ist und sich für keinen Weg zu schade ist“, stellte der Vize-Kapitän klare Forderungen an die Bremer Notelf: „Wir müssen auf dem Platz das Gefühl gewinnen: Hier können wir ’was reißen.“

Bleibt die Frage, ob oder inwieweit die angeknackste Psyche den Bremern nach dem 0:4-Debakel in Mailand einen Strich durch die Rechnung macht. „Fakt ist: Die Spieler, die in Leverkusen auf dem Platz stehen, müssen es besser machen als zuletzt“, weiß Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede – und gibt sich kämpferisch: „Wir fahren nicht dahin, um mit leeren Händen zurückzukommen.“

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