Bayern heute erstmals mit Schweinsteiger

Härtetests nicht nur für Werder

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Erster Einsatz für Bastian Schweinsteiger. Der Nationalspieler legt gegen Werder wieder los. ·

Werder-Bremen - BREMEN/HAMBURG · Gespielt wird jeweils nur 2 x 30 Minuten, aber die Paarungen haben es in sich.

Beim „Liga-total-Cup“ in Hamburg treffen heute Double-Gewinner Borussia Dortmund und Gastgeber HSV (16.45 Uhr) sowie Werder Bremen und Bayern München (18.35 Uhr) in den Halbfinals aufeinander. Morgen werden zu den gleichen Uhrzeiten das Spiel um Platz drei und das Finale angepfiffen und ebenfalls live bei Sat.1 gezeigt. 20 Tage vor dem Bundesliga-Start genießt das Turnier bei den teilnehmenden Clubs allerdings einen ziemlich unterschiedlichen Stellenwert.

Werder Bremen

Sportdirektor Klaus Allofs spricht von einer „echten Standortbestimmung“. Trainer Thomas Schaaf schwächt etwas ab, erhofft sich allenfalls einen „kleinen Überblick, wo jede Mannschaft steht“. Vor allem die eigene. Für Werder sind es die ersten echten Härtetests. Mindestens in einer Partie wird Schaaf seine Wunschelf aufbieten. „Aber wir müssen trotzdem auch noch etwas ausprobieren“, sagt Allofs. Zum Beispiel, wie Neuzugang Kevin De Bruyne in der Mannschaft funktioniert. Nachdem die Bremer am Sonntag mit müden Beinen 1:2 gegen Zweitligist SC Paderborn verloren hatten, drosselte Schaaf die Trainingsintensität vor dem Turnier spürbar. Gestern ließ er nur einmal trainieren – und dabei auch nur Standardsituationen.

Bayern München

Inmitten der Debatte um Nationalstürmer Mario Gomez dürften Trainer Jupp Heynckes sportliche Schlagzeilen ganz recht sein. Gut möglich, dass Bastian Schweinsteiger die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der Mittelfeldspieler wird erstmals seit dem EM-Aus gegen Italien wieder auflaufen. „Bastian ist in guter Verfassung, er wird auf alle Fälle zum Einsatz kommen“, sagte Heynckes. Er habe zuletzt „zwei Tage voll mit der Mannschaft trainiert“. Drei Tage nach seinem 28. Geburtstag dürfte Schweinsteiger die reduzierte Spielzeit erst einmal entgegenkommen. Nach Hamburg nimmt Heynckes alle verfügbaren Spieler mit – auch die angeschlagenen Franck Ribery (Schleimbeutelentzündung an der Ferse) und Claudio Pizarro (Hüftprobleme).

Borussia Dortmund

„Ich denke nicht, dass wir mit der ersten Elf auflaufen. Auch die anderen werden noch durchwechseln“, sagt Torhüter Roman Weidenfeller vor dem Halbfinale. Nationalspieler Mario Götze wird wegen seiner Bindehautentzündung fehlen. Das von vielen erwartete Doppel Götze/Marco Reus kommt also wieder nicht zum Einsatz.

Hamburger SV

Die Imtech-Arena ist nicht ausverkauft – und Trainer Thorsten Fink muss sich fragen lassen, ob er dafür eine Mitverantwortung trägt. Der HSV-Coach hat den Cup im eigenen Stadion deutlich abgewertet. „Einen Tod müssen wir sterben: Entweder wir konzentrieren uns auf den Cup oder die Liga“, hatte Fink gesagt. Am Donnerstag und Freitag ließ der 44-Jährige noch jeweils zweimal trainieren. „Ich kann keine Rücksicht auf den Wettbewerb nehmen. Wichtig ist, was in der Saison läuft – nicht davor“, meinte Fink, der seinen Abwehrverbund in beiden Spielen unverändert lassen möchte. Offensiv soll jeder Akteur eine Partie spielen. · csa/dpa

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