Derby-Pleite gegen St. Pauli nagt gewaltig / Veh hofft morgen auf „gute Reaktion“

HSV hängt im „Gruselkabinett“

Frust und Fassungslosigkeit: HSV-Profi Joris Mathijsen nach der Derby-Schmach gegen St. Pauli.

Hamburg (sid/mr) · Morgen Nachmittag herrscht erhöhte Feuergefahr in der Imtech Arena. Wenn der Hamburger SV nach der niederschmetternden Pleite im Stadtduell gegen den FC St. Pauli (0:1) binnen vier Tagen auch noch gegen den anderen Erzfeind Werder Bremen verliert, dürfte so richtig der Baum brennen.

Schon jetzt kochen viele Fans vor Wut. Wieder eine große Chance verpasst, oben ranzukommen, wieder versagt. Die Niederlage gegen den kleinen Stadtkontrahenten war die Fortsetzung der Serie von Pleiten, Pech und Pannen in den letzten Jahren. Die Mannschaft hat inzwischen fast jeden Kredit bei ihren Anhängern verspielt. „Der HSV hat die Emotionen und Leidenschaft seiner Fans verloren“, schreibt in einem Forum „Erik Meijer“, „wenn die Fans über Monate und Jahre von einer Enttäuschung zur nächsten geschickt werden, dann schaltet man irgendwann ab.“

Für den HSV war’s am Mittwoch die erste Niederlage gegen St. Pauli seit 1977 – und alle Beteiligten waren hinterher am Boden zerstört. „Das war heute die bitterste Niederlage, die ich jemals erlebt habe“, sagte Sportchef Bastian Reinhardt. „Die Enttäuschung ist wahnsinnig, das ist ein unglaublicher Rückschlag für uns“, stöhnte Mittelfeldspieler David Jarolim. Und Frank Rost meinte gegenüber der „Hamburger Morgenpost“ mit Blick auf die historische Schmach: „Jetzt hängen wir im Gruselkabinett. Ich wäre natürlich gerne auf eine andere Weise in die Vereinsgeschichte eingegangen.“

Kurz nach der Partie legte der HSV-Keeper schon den Finger in die Wunde und sprach die Probleme des HSV knallhart an. „Es hilft nicht, wenn man immer erzählt, was man alles will und was man alles kann. Auf dem Platz ist es entscheidend. Wenn du da die Tore nicht machst, wirst du gnadenlos abgestraft“, sagte Rost und forderte: „Jetzt heißt es: Arsch hoch, Kopf hoch – weiter geht’s.“

Trainer Armin Veh muss seine Manschaft nun schnell aufrichten, damit es gegen Werder nicht das nächste bitterböse Erwachen gibt. Und der 50-Jährige ist optimistisch, dass es ihm auch gelingt: „Wir werden mit der Niederlage umgehen. Wenn wir gegen Werder eine gute Reaktion zeigen, kann man daraus lernen. Und mit einem Sieg würden wir auch unsere Fans versöhnen.“

Bei Werder wurde die Pleite des morgigen Gegners nicht gerade euphorisch aufgenommen. „Beim HSV herrscht natürlich riesige Enttäuschung und großer Frust, den sie sich am liebsten im nächsten Spiel von der Seele schießen wollen“, mutmaßte Trainer Thomas Schaaf. Zudem ist St. Pauli (28 Punkte) den Bremern (24) durch den überraschenden Erfolg in der Tabelle ein wenig enteilt.

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