Gute Serie, schlechte Serie

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„Diesmal gewinnen wir“, sagt Werder-Profi Aaron Hunt vor dem Auswärtsspiel heute beim VfB.

Bremen - Von Carsten Sander. Drei Tage nach dem teilweise berauschenden 3:1-Sieg über Athletic Bilbao in der Europa League muss Werder Bremen heute (15.30 Uhr) im Bundesliga-Alltag beim VfB Stuttgart antreten.

Aber was heißt hier eigentlich Alltag? Duelle zwischen den Bremern und den Schwaben waren in den vergangenen Spielzeiten alles andere als alltäglich. Durchschnittlich 5,5 Tore gab es in den vergangenen sechs Aufeinandertreffen. Spektakulärer geht’s kaum. Allerdings fielen in Stuttgart die Tore überwiegend auch für Stuttgart. 1:4, 3:6, 1:4 – so sieht die Bremer Dreijahresbilanz aus.

Eine schlechte Serie, eine sehr schlechte sogar. „Ich denke, die Stuttgarter freuen sich, dass wir kommen“, sagt Mittelfeldspieler Aaron Hunt, legt dabei jedoch ein hintergründiges Grinsen auf die Lippen: „Aber der VfB sollte sich nicht zu früh freuen, denn diesmal gewinnen wir.“

Das Selbstbewusstsein ist berechtigt. Denn Werder kann der „schwarzen Stuttgart-Serie“ einen anderen, durchweg positiven Lauf entgegensetzen. Elfmal in Folge unbesiegt, in der Liga seit 270 Minuten ohne Gegentor, dazu die jüngste Gala gegen Bilbao – das kann sich sehen lassen. „Wir sind auf einem guten Weg“, fasst Trainer Thomas Schaaf diese Fakten nüchtern zusammen. Die speziellen Stuttgart-Erlebnisse seines Teams interessieren ihn dabei herzlich wenig: „Das ist alles vorbei. Wir gucken nach vorne, nicht nach hinten.“

Die Aufgabe heute müssen die Bremer erneut ohne Tim Borowski und Sebastian Boenisch angehen. Kein Problem für Schaaf: „Das Spiel gegen Bilbao hat gezeigt, dass die Mannschaft an Stärke dazugewonnen hat – trotz der Ausfälle. Wir haben gesehen: Es kann gut funktionieren. Wir haben in allen Bereichen sehr positive Dinge gehabt. Aber wir können es noch besser.“

Das klingt wie eine Kampfansage an den VfB, der selbst seit Wochen nicht die erwarteten Leistungen und Ergebnisse abliefert. Analyse Thomas Schaaf: „Die Mannschaft hat immer eine gute Phase im Spiel, aber eben auch eine, in der es nicht so gut läuft.“ Sein Kollege Markus Babbel hat die gleichen Erkenntnisse aus den Spielen seines Personals gewonnen und fordert deshalb: „Wir haben gegen Werder eine Chance, uns weiter aus unserem Tiel herauszuarbeiten. Aber dafür müssen wir uns am Riemen reißen.“

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