Aber Urteil im Klasnic-Prozess frühestens im Februar

Gutachten vorgelegt

Werder-Bremen - Von Ralf SussekBREMEN · Der Rechtsstreit zwischen dem ehemaligen Werder-Profi Ivan Klasnic und zwei Ärzten vor dem Bremer Landgericht wird in diesem Jahr nicht mehr entschieden. Das hat Pressesprecher Dr. Enzo Vial gestern dieser Zeitung bestätigt. „Die mündliche Verhandlung wird frühestens im Februar nächsten Jahres stattfinden“, so Vial.

Das Gutachten des vom Gericht bestellten Sachverständigen, Prof. Dr. Hermann-Joseph Pavenstädt vom Uniklinikum Münster, ist vor wenigen Tagen bei Gericht eingegangen. Kläger- und Beklagtenseite haben nun noch mehrere Wochen Zeit, zum neunseitigen Gutachten Stellung zu nehmen.

Klasnic hat den Werder-Vereinsarzt Dr. Götz Dimanski und die Internistin Manju Guha auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von über einer Million Euro verklagt. Dimanski soll die Blutwerte des Stürmers nicht ordnungsgemäß kontrolliert haben. Dadurch sei ihm die drohende Niereninsuffizienz von Klasnic entgangen, so der Vorwurf in der Klageschrift. Dem Kroaten musste in der Folge eine Spenderniere eingesetzt werden.

Ob es tatsächlich im Februar zu einer Verhandlung kommt, hängt davon ab, ob die Beteiligten das Gutachten akzeptieren. Bei Ergänzungsbedarf könnte das Verfahren bis weit in das nächste Jahr dauern.

Zum Inhalt des Gutachtens machte der Sprecher des Landgerichts keine Angaben. Die Richter hielten aber bereits in der ersten mündlichen Verhandlung einen Behandlungsfehler für möglich – und gaben daraufhin das Gutachten in Auftrag. Klasnics Anwalt ließ gestern verbreiten, das Gutachten stütze die Klage seines Mandanten in allen Punkten. Vial kommentierte das nicht. Dr. Dimanski will vor einer ausführlichen Stellungnahme das Gutachten erstmal einer „fundierten nephrologischen Untersuchung“ unterziehen lassen: „Es lässt sehr, sehr viele Frage offen.“

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