Guha geht in die Offensive, Dimanski bleibt gelassen

Ist öffentlich in die Offensive gegangen: Manju Guha.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Im Fall der Schmerzensgeldklage von Ivan Klasnic gegen Werder Bremen ist die angeklagte Ärztin Manju Guha in die Offensive gegangen und hat dem mitangeklagten Bremer Mannschaftsarzt Dr.

Götz Dimanski den Schwarzen Peter zugeschoben. Die Internistin äußerte sich zum ersten Mal seit drei Jahren öffentlich und sagte in einem Beitrag des WDR-Fernsehens, dass sie zwar Blutuntersuchungen von Klasnic gemacht, die Ergebnisse aber nie zu Gesicht bekommen habe. Die Werte seien direkt an ihren Chef Dimanski gegangen. Dimanski wiederum, der aufgrund des laufenden Verfahrens im Gegensatz zu Guha nicht vor die Kamera wollte, hatte stets erklärt, er habe sich auf das Urteil von seiner Kollegin verlassen.

Auf den Angriff von Guha wollte der Werder-Arzt nicht antworten: „Ich habe am 17. April 2009, gestützt auf Fakten, alles vor Gericht gesagt und vertraue der Kompetenz des Gerichts und der Gutachter. Ich sehe der Sache weiter gelassen entgegen.“

Die Ruhe des Mediziners scheint begründet. Denn es bleibt die Fragen offen: Hätte Manju Guha ihrem Chef nicht mitteilen müssen, wenn sie die Ergebnisse der Blutuntersuchungen von Klasnic nicht zu Gesicht bekommen hat? Das zumindest fordert der Standard des DFB für sportmedizinische Untersuchungen. Dort ist zudem klar definiert, was die internistische Untersuchung beinhalten muss. Darunter sind auch die Laborwerte und deren kritische Beurteilung aufgeführt. Eine Antwort wird es vielleicht beim nächsten Prozesstermin am 4. Juni in Bremen geben.

Wegen nachlassender Funktionsleistung hatte sich Ex-Werder-Stürmer Ivan Klasnic 2007 zwei Nierentransplantationen unterzogen und klagt auf eine Zahlung von etwa 1,5 Millionen Euro Schmerzensgeld. Einen Vergleichsvorschlag von rund 350 000 Euro hatte der 30-Jährige im April abgelehnt.

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